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3 (1850) L - Z
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737
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Strahlenbrechung.

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änderungen der Richtung, die er vorher auf seiner Bahn erfahrenhat, so sieht das Auge den Stern S in Richtung der Tangente Bs'S',die im Punkte B an die krumme Linie, welche er in der Atmosphäredurchläuft, gezogen ist, also näher nach dem Zenith Z zu, als diesohne Refraction der Fall sein würde. So wie nun Bs'S' die Tan-gente des einen Endpunktes jener krummen Linie ist, so ist Ss dieTangente am andern Endpunkte derselben. Der Winkel S'DS, denbeide Tangenten miteinander machen, ist die gesammle Ablenkung,welche der Strahl durch die Refraction erlitten hat, oder dieser Win-kel ist die gesuchte Refraction des Sternes S für die beobachtete Ze-nithdistanz ZBS'. Die Refraction vermindert also alle Zenithdistan-zen, oder wir sehen, wegen der Refraction, alle Gestirne in einergrösseren Höhe, als wir sie ohne Refraction sehen würden. FürSterne im Zenith des Beobachters ist die Refraction gleich null, weilin diesem Falle die Strahlen senkrecht auf die Oberfläche aller jenerkugelförmigen Luftschichten fallen und daher ungebrochen hindurch-gehen. Die Refraction wächst, wenn die Zenilhdistanz eines Sterneszunimmt, und ist am grössten für Sterne, die im Horizont erscheinen;denn je näher ein Stern dem Horizont des Beobachters kommt,desto schiefer fällt der Strahl auf die Luftschichten auf, desto stär-ker ist daher auch seine Ablenkung von der anfänglichen Richtung.Die Entfernung der Gestirne hat keinen Einfluss auf die Refraction,weil sie alle ausserhalb der Atmosphäre liegen uud die Be-fraction nur durch die letzte bedingt wird; Gestirne, die sich daherin gleichen Höhen über dem Horizonte befinden, erleiden alle einegleiche Refraction. Bis zur scheinbaren Zenilhdistanz von 85° lässtsich die mittlere Refraction, d. h. diejenige, welche für einen be-stimmten, gegebenen Zustand der Atmosphäre statt hat, durch denAusdruck

120",2sinz

V -7—; " " -■■■■■

cosz +Vö,ü04 + cosz 2genau darstellen, der für die Rechnung noch bequemer wird, wenn

so einführt, dass lang<p = - J -

man die Hülfsgrösse <pdann ist

cos s

denn

Da die

LuftLuftwenn das

r =

Refraction

120 "2^=.sinz.tang^>.

einzig und allein durch

die Dichtigkeit derbedingt ist, so muss sie sich ändern, sobald die Dichtigkeit dereine Aenderung erfährt. Letztere wird aber kleiner, einmal,

unte-

Letztere wird aber kleinerGewicht der oberen Luftschichten, welches auf den

ren lastet, kleiner wird; das andere Mal, wenn durch höhere Tem-peratur die Luft mehr ausgedehnt wird. Die wahre Refraction wirddaher von der mittleren verschieden sein, sobald die Dichtigkeit derLuft aus jenen beiden Ursachen sich ändert; und damit die mittlereRefraction in die wahre übergehe, hat man noch zwei Gorrectionenan die Refraction anzubringen, deren erste von dem jedesmaligenStande des Barometers, und deren zweite von dem des Thermome-ters abhängt. Um einen Ausdruck für die Correction zu finden, be-trachte man ein gegebenes Volumen A der atmosphärischen Luft für

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