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2 (1914)
Entstehung
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68
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Die Beizen.

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gehen in basische Salze über, die sich auf der Faser fixieren. Diewichtigste Eisenbeize für die Baumwollfärberei ist das salpeter-saure Eisen, das man soweit verdünnt, daß es am Areometer2 bis 4° zeigt. Mit dieser Lösung tränkt man die zu beizendenStoffe und zieht sie dann durch verdünnte Lösungen von Ätz-natron, Soda, Kalk oder eine Aufschlämmung von Kreide, wobeisich Eisenoxydhydrat auf der Faser ablagert.

In der Wollfärberei wird fast ausschließlich Eisensulfat ver-wendet. Es dient in Verbindung mit Blauholz zur Erzeugungbilliger, doch haltbarer schwarzer Farben. Zum Beizen undBeschweren der Seide wird holzessigsaures Eisen verwendet,vorher wird die Seide mit Tannin gebeizt. Dann bringt mansie in eine erwärmte Lösung von holzessigsaurem Eisen, wobeisicli eine blauschwarz gefärbte Verbindung von gerbsauremEisen bildet. Dieses Verfahren kann mehrmals wieder-holt werden, wodurch sich die Beschwerung bis zu 200%steigern läßt.

Andere anorganische Beizen werden, wie erwähnt, aus Chrom-,Zinn-, Blei-, Mangan- und Antimonsalzen bereitet. Die Antimon-salze dienen zwar nicht als eigentliche Beizen, doch spielen siezur Fixierung der Tanninlacke eine große Rolle. Die Gerbsäure-lacke sind nämlich in einem Überschusse von Gerbsäure löslich,dagegen kann die Gerbsäure durch Behandeln mit gewissen Metall-salzen, wie Eisen, Zinn und Aluminium und besonders Antimonin unlösliche Verbindungen übergeführt werden, die 'sich zu denFarbstoffen genau so verhalten wie die freie Gerbsäure. Esentstehen dann sogenannte „Doppellacke", die außer Gerbsäureauch Antimon enthalten und sich durch weit größere Haltbarkeitund vor allem durch Lichtechtheit auszeichnen.

Unter der Bezeichnung „Tiirkischrotöl" versteht man Pro-dukte, die durch Einwirkung von Schwefelsäure auf Rizinusöloder andere öle, wie Olivenöl, Baumwollsaatöl oder Kokosölerhalten werden. Sie sind hellbraun bis braun, klar und zäheund entstehen bei Temperaturen unter 40°. Sie werden einfachdurch Vermischen des Öles mit 15 bis 40% seines Gewichtes ankonzentrierter Schwefelsäure bereitet, worauf man die Mischungstehen läßt, sie darf sich nicht über 40° erwärmen. Dann wirdmit Wasser verdünnt und die überschüssige Schwefelsäure aus-gewaschen. Nach Wilson enthalten die Türkischrotöle des Handelsim Durchschnitte:

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