VI. AlkoKolpräparate.
Der bei der geistigen Gärung entstehende Alkohol, der Äthyl-alkohol, bildet das zweite Glied der Reihe der einwertigen, ge-sättigten Alkohole, die nach der allgemeinen Formel
Cn H 2 n + 1 OHzusammengesetzt sind. Die wichtigsten Glieder dieser Reiheund ihre Siedepunkte sind:
Name Formel Siedepunkt
Methylalkohol...... CH^.OH 66°
Äthylalkohol....... C^H^.OH 78°
Propylalkohol...... C 3 H,.OH 97°
Butylalkohol....... C^^OH 117"
Amylalkohol....... C-H n .OH 137°
Hexylalkohol...... C s H 13 .OH 157°
Heptylalkohol usw..... C 7 H irö .OH 175"
Wie aus dieser Zusammenstellung hervorgeht, bilden dem-nach auch die Alkohole eine fortschreitende Reihe, wobei jedeshöhere Glied sich auch durch einen höheren Siedepunkt aus-zeichnet. Natürlich sind auch hier bei den höheren Alkoholenmehrere Isomere möglich; so bildet der Propylalkohol schonderen zwei, den normalen und den Isopropylalkohol, der erstesiedet bei 97°, der zweite bei 83°. Vom Butylalkohol sind 4, vomAmylalkohol 8 Isomere möglich. Bei der alkoholischen Gärungentsteht als Nebenprodukt stets der Gärungsamylalkohol, dessenSiedepunkt bei 130° liegt, während der normale Propylalkoholbei 137° siedet. Technische Wichtigkeit besitzen vor allem derMethyl-Äthyl- und der Amylalkohol.
In den einwertigen Alkoholen, wie diese Reihe auch genanntwird, spielt ein Wasserstoffatom eine andere Rolle als die übrigen,man nennt es das typische oder extraradikale Wasserstoffatom,es ist nicht unmittelbar, sondern durch Vermittlung eines Sauer-stoffatomes an Kohlenstoff gebunden und jenes Wasserstoffatom,das in der Hydroxylgruppe OH enthalten ist. Dieses Wasser-stoffatom ist leicht gegen Alkalimetalle ersetzbar, durch Ein-wirkung von Natrium oder Kalium auf Äthylalkohol entsteht z. B.Natrium- bezw. Kaliumäthylat, wobei Wasserstoff frei wird:C 2 H 5 .OH + Na C 2 H 5 .ONa -f H
Äthylalkohol Natrium Natriumäthylat Wasserstoff.An die Stelle dieses Wasserstoffatomes können jedoch auchAtomgruppen oder Radikale treten, wodurch neue Verbindungen
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