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2 (1879) Lob - Zuneigung
Entstehung
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Rousseau.

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Erden, das nicht schon verdorben ist, wird nach solchem Vorbang noch ein Fenster mFleiß zerbrechen. — so versichert Rousseau, ob aber nun irgend eine Versichern»gesellschast auf dieses hin ihre Prämien herabzusetzen geneigt wäre, ist uns zweifeltaber Rousseau selbst traut hier seinem pädagogischen „Fündlein" auch nicht ganz und Mi»einer Anmerkung hinzu, daß, wenn die Pflicht, Verträge zu halten, dem Kinde sitb r«»«Leiten der Nützlichkeit denn doch nicht stark genug einprägcn sollte, bald hernach ein in« >Gefühl ansangen werde, seine Wirkung zu thun und ihm jene Pflicht als ein GewisseO» Igebot aufzuerlegen, oowmo un prineipß Inno gui u'uttonck pcmr 86 äo'vstoMr W168 60 lliiois 8 un 668 uux-guell68 il 8'uxpligu6. Premier trutt n'est point inniNepur 1u mein äes Iwmmes, mais Z-rave äans noe coeure xar 1'L.utsur äs tochjustiee. Nehme man dieses primitive Gesetz der Verträge weg, so sei alles illusMm der menschlichen Gesellschaft, und wer kraft des Nutzens sich an Versprechm»halte, der habe eigentlich nichts versprochen. Oe prinoipo 68t äo la äorniöro n„M.raneo, 6t merito ä'strs approkonäi; ear o'68t ioi guo I'Iwmmo eomniones i> z«mvttro 6n oontraäietion avoc lui-msmo. Diese Partie lehrt uns so recht das Doopelwesen des Autors kennen, und wir sehen daraus zugleich, wie künstlich Rousseau mkwie unnatürlich er sich bei Lösung von Erziehungsaufgaben zu helfen suchen muß, Mer den einfachen Principien, die er kannte, den gebührenden Rang dabei versagt undso den geraden Weg der Erziehung sich selbst verlegt hat. — Mit jenem Vorgang »Garten ist Emil in die moralische Welt eingetreten; nun öffnet sich ihm auch diePforte der Verfehlungen, nun handelt sichs auch bei ihm vom Strafen. NaincMtritt jetzt das Lügen auf. Wie soll mans strafen? Richt direct, meint R., sonder»indem man dem Kinde nichts mehr glaubt und es so die nothwendige Folge seine,Lüge erfahren läßt. Zur Vermeidung der Lügen solle man sich auch so wenig»möglich vom Kinde versprechen lassen. Ueberhaupt nichts gutes verfrühen! Tugend,Beten, Almosengeben, — durch vorzeitiges Anhalten dazu entleide man sie dem Kick,Es soll nichts hergeben, weil es kein Eigenthum hat, sondern nur mitansehen, wie iei»Erzieher giebt, so entstehe durch Nachahmung eine Angewöhnung und Fertigten, T«höchsten Tugenden seien negativ: niemand Böses thun, die einzige Lehre für das Kindund die wichtigste für jedes Alter.

Was aber das Lernen betrifft, so empfiehlt R. die größtmögliche Zurückhaltungfür dieses Alter. Namentlich warnt er vor dem frühzeitigen Erlernen fremder Sprachen,Bei ihm müßen sich die Gegner unseres Unterrichts in den classischen Sprachen kdanken, von ihm haben sie, wissentlich oder nicht, die Haupteinwendungen entlehnt,Aber sie mögen sich vorsehen, sonst wird ihnen Rousseaus Anctorität auch die Äetgraphie und Geschichte wegsprechen, die Geographie wenigstens nach Landkarten, -denn Emil soll nur praktische in seiner Umgebung treiben, — und die Geschichte, weilihr eigentlicher Gehalt dem Knaben unverständlich bleibe. Aber dann doch Fadeln?

— Diese am allerwenigsten; den Kindern müße man die nackte Wahrheit sagen; dochim Jünglingsalter, wenn die Fehler hervortreten, sollen die Fabeln benützt werden,aber ohne beigeschriebene Moral, als welche jeder selbst zu finden habe. Üeberhaupiist Lesen nach R. die Plage des Kindesalters. Was ein Buch sei, soll Emil kaummit 12 Jahren wissen und lesen lernen soll er nur, getrieben von eigenem Interesse.Also z. B. Emil hat mehreremal Einladungsbillete zu einem Vergnügen erhalten; mnhat sie ihm vorgelesen. Nun kommt wieder eine solche Einladung und niemand islda, ders ihm läse; endlich erfährt er den Inhalt, aber zu spät. Von nun an wirder voll Eifer, das Lesen zu lernen. —- Auch ein Fündlein, und wiederum Uebertreibungendes an sich trefflichen Raths, die armen Kinder nicht zu überfüllen mit Unverstandenem,nicht zu mißhandeln mit verfrühter Kopfarbeit, dagegen der freien Selbstthätigkeit, demeigenen Interesse und Eifer Raum zu lassen. Uebertreibung ist es auch, wenn R,die körperliche Gesundheit zur eigentlichen einzigen Grundlage für die Entwicklung derVernunft macht und dabei sagt: gu'il 8oit llowmo pur lu viZmour, 6t biontvt il ts smpur tu ruwon; aber ebenso gewiß ist es auch, daß seine Warnungen vor dem geistigenUebertreiben der Kinder während des fraglichen Lebensalters bis auf den heutigen Toglange nicht genug Beachtung gefunden haben. Gerade unsere Zeit ist im Begrifftsich damit ganz besonders zu versündigen, daß sie aus mißverstandenem Eifer all»mögliche, was den Männern zu wissen nützlich ist, den Knaben stofflich zu lernen ach