Rousseau.
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nd Wahrheit, sondern im Behüten vor Laster und Jrnthum. Nichts thun soll derealinq nur gesund und stark 12 Jahre alt werden, ohne links und rechts zu unter-ilieiden,' dann werden sich von den ersten Lehrstunden an seine Verstandesaugen auf-und en oomineupnnt pur ns risn tnirs, vous nnrer tnil un xrockiAS ä'sänontion.affet die Kindheit ausreifen im Kinde! — Und Basedow hat seine Anregung voncusseau erhalten, und sein Töchtcrchen hat schon mit anderthalb Jahren das Lesenmesanqen, mit drei Jahren das Französische, mit viereinhalb das Lateinische! Undje hat der von R. angeregte Jean Paul sein Lehrzimmer in ein Treibhaus vonimaen Einfällen verwandelt! — Rousseau macht sich nun selber den Einwurf, wiees möglich sei, ein Kind auf solche Weise zu erziehen, ohne es geradezu in den Mondm versetzen? Er antwortete hierauf fürs erste, daß er ja nur das Ziel, dem man sichcglichst nähern müße, zeige, und sodann giebt er zu,' daß es nicht angehe, ein Kindis ms 12. Jahr aufwachscn zu lassen, ohne ihm einige Ideen von den Beziehungendr Menschen zu einander und von der Moralität ihrer Handlungen mitzutheilen, nurvlle das so spät wie möglich und mit Beschränkung auf das Unentbehrliche geschehen,lso an und für sich ließe R. alle diese Ideen lieber schlummern bis ins 12. Jahr.ieS kann uns um so mehr befremden, als R. im Gegensatz zu den Materialisteneiner Zeit die Ueberzeugung von der Allgemeinheit der moralischen Anlage festhiclt;llein nachdem er in der menschlichen Gesellschaft an sich die Quelle aller moralischenebel entdeckt zu haben glaubte, und weil er — wie wir immer deutlicher warnehmenerden — seinen Emil nicht nur der Gesellschaft nichts, sondern alles der Natur undem Hofmeister verdanken lassen will, so muß er Sorge tragen, daß im Emil wenigstensme Ideen nur in der Reihenfolge und mit Hülfe desjenigen Apparats aufwachen,eichen der Hofmeister dazu arrangirt; denn il ns äoit xoink äonnsr äs xrsesxtss,ü äoit Iss knirs tronvsr. Also z. B. Emil soll lernen, was Eigenthum heißt,"a darf man ihm den Begriff davon keineswegs an der Hand seiner Spielsachen bei-ringen, sondern er pflanzt Bohnen, die dann sein Eigenthum werden sollen, weil eric gepflanzt hat. Unglücklicherweise aber steckt er die Bohnen in ein Beet, woreiner Gärtner vorher schon Melonen gepflanzt hatte; so reißt ihm dieser seine Bohneneraus und es entsteht nun ein Gespräch zwischen Rousseau (denn dieser idcntificirtich immer mehr mit dem Hofmeister, je mehr ihm sein Knabenphantom ans Herzächst), Emil und dem Gärtner, wodurch das Kind den Begriff erhält, daß das Eigen-tum entsteht durch das Recht des xriinns oeonpnns pur Io trnvnil. So, sagt R.,üße man mehr durch Handlungen als durch Gespräche unterrichten, denn leicht vcr-esjm die Kinder, was sie gesagt und was man ihnen gesagt, nicht aber, was sieethan haben und was man ihnen gethan. Eine gute Bemerkung, aber viel Umständeegen des Eigenthumsbegriffs und fraglich, ob das Kind den Begriff nicht vergessenird über der Erinnerung an Bohnen und Melonen. — Ein weiteres Beispiel —icht an Emil, sondern an einem ungezogenen Knaben. Der zerbricht, was ihm unterie Hände kommt; also entfernet von ihm, was er verderben könnte! Er zerbricht auchie nöthigen Geräthschaften: beeilet euch nicht, sie zu ersetzen; lasset ihn das Präjudiza Privation fühlen! Er zerschlägt die Fenster in seiner Kammer: so mag er imV sich aufhalten, besser vom Schnupfen heimgesucht als ein Narr. Endlich lassethr die Scheiben wieder einsetzen — alles ohne ein Wort zu sagen; er zerbricht sieieder; trocken sagt ihr zu ihm: das sind meine Fenster, ich ,muß für sie sorgen,nd also schließet ihr ihn in eine dunkle Kammer ohne Fenster. Dann wird er an-mgen zu schreien und zu toben: niemand hört ihn; bald weint und jammert er, einwiener erscheint, den bittet er um Loslassung, der aber sagt: ich Hab auch Fenster zuUten, und geht ab. Zuletzt, nachdem der Knabe sich hinreichend gelangweilt, räthHm jemand, euck einen Vertrag anzubieten, kraft dessen ihr ihm die Freiheit gebenmd er keine Fenster mehr zerbrechen werde. Sofort kommt ihr zu ihm, er macht euchMen Vorschlag und ihr nehmet denselben alsbald an, sagt ihm, so seis recht für beide^heile, und ohne weitere Förmlichkeiten zur Sicherung des Versprechens schließt ihrH» sreudig in die Arme, führet ihn sogleich in sein Zimmer und betrachtet den Ver-bog als einen geheiligten und unverletzbaren, wie wenn er durch einen Eid bekräftigtMare. Was für eine Idee über die Geltung und die Nützlichkeit der gegenseitigenVerpflichtungen wird er bei dieser Procedur davontragen? Kein einziges Kind auf