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2 (1879) Lob - Zuneigung
Entstehung
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Nauhcs Haus.

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»»sxectors si',r die Anstalt nöthig, durch welche der Vorsteher Kraft und Zeit gewann,dm Beruf, der ihm für die deutsch-evangelische Kirche gegeben war, in ausgedehnteremMaße zu erfüllen. Er bezog ein eigenes Wohnhaus, das zwar sein Privatbcsitz,Am von der Anstalt nicht getrennt ist. Ein neues Glied ward 1852 eingefügt mitUrlauung des Weinbergs (Pensionats) und 1854 folgte Schön bürg, bis dahindie schönste und zweckmäßigste aller Familienwohnungen. Mit diesem Bau glaubtedMN damals dem Umfang der Anstalt eine Grenze setzen zu sollen. Doch sind nichtMg -67 noch einmal bedeutendere Bauten unternommen worden, um der Anstalts-arbeit besseren Raun: zu schaffen, sondern auch eigentliche Erweiterungsbauten sah dasletzte Jahrzehnt entstehen, die Agentur, dieTaube", dieLinde", das Schulhaus,> dieFischerhütte" und die Turnhalle.

II. Gegenwärtiger Bestand. Die unter dem Namen des Rauhen Hauses«müügten Anstalten sind: 1. die Rettungsanstalt für Kinder (Kindcranstalt);S. das Pensionat; 3. die Brüderanstalt; 4. die Druckerei, deren Ertrag deriiideranstalt und 5. die Agentur (Buchhandlung, Buchbinderei u. s. w.), derenAmag der Brüderanstalt bestimmt ist. Die Kinderanstalt allein hat Corporations-^>chie. Die Verwaltung der Gesammtanstalt wird durch einen Verwaltungsrathisührt, der aus vier sectionen besteht, der Scction für die Kinderanstalt, dem.riratorium der Brüderanstalt, der Section für die Druckerei und der fürtic Agentur. Die Immobilien und Capitalien stehen auf den Namender Rettungs-für sittlich verwahrloste Kinder in Hamburg." Dem Vorsteher ist völligeriheit für alle inneren Verhältnisse der Anstalt gelassen. Die Bewohner des RauhenHauses bilden keine eigene kirchliche Gemeinde, sie sind Glieder der KirchengemeindeHam und Horn, Pfarrkinder des Pastors zu Hann Weder der Vorsteher, nochda Inspektor sind ordinirte Geistliche, der Betsaal ist nur für die Hausandacht be-"immt, ohne Altar, ohne Kanzel.

Wir betrachten nunmehr die einzelnen Zweige der Anstalt. 1. Die Kindcr-anstalt, als die ursprünglichste der Anstalten, ist das eigentliche Rechtssubject desRauhen Hauses. Pro 1877 gehören ihr abgesehen von 58 Pensionären 63 Knabenlmd 50 Mädchen an, in eilf Knaben- (HL. Pensionäre mitgcrcchnet) und vier Mädchen-"mlien. Sie hat ihre besondere Verwaltung und wird durch den Ertrag ihres Grund-mithums und des gepachteten Guts, durch freiwillige Beiträge, zu deren GewinnungIngens kein Sammler umhcrgeschickt wird, und durch die Psleggelder erhalten. DasMgeld wird je nach den besonderen Verhältnissen festgestellt, gewöhnlich eine Summe,»bei weitenr nicht zur Pflege des Kindes ansreicht. Die Kinder werden von Eltern"stda Wohlthätern der Anstalt übergeben. Die Aufnahmedeputation, bestehend ans dein"brstcher, dem Jnspector, dem Schriftführer und dem ärztlichen Mitgliede der Kinder-lieben, entscheidet über die Aufnahme. Vor derselben haben die Eltern oder derenjullvertreter einen Contract zu unterzeichnen, in welchem sie sich verpflichten, so langeM- Kind in der Anstalt ist, sich weder überhaupt in die Erziehung desselben mischen,W das Kind ohne jedesmalige Erlaubnis des Vorstehers oder seines «StellvertretersRüchen zu wollen. Dagegen verspricht die Anstalt, für die Erziehung des Kindesstrgc zu tragen.Sie wird überhaupt an .demselben, so lange es in ihr verbleibt,'mnstelle vertreten," so heißt es in dein Contract,und ist ausdrücklich befugt, zurM»ng des Kindes und zur Bewirkung seines künftigen Fortkommens die zweck-">l>chm Mittel selbst und ohne anderweitige Einmischung zu wählen." Die Con-chaiion ist gewöhnlich der Zeitpunct, mit welchem die Zöglinge aus der Anstaltstueii, die Knaben, um als Lehrlinge bei einem Meister, die Mädchen, um als Dienst-M bei einer Herrschaft einzutreten. Das Rauhe Haus unterhält nach Kräften die.Windung mit den entlassenen Zöglingen.

ist hier der Ort, auf den eigentlichen Gedanken der Erziehung im RauhenM emzugehen. Das tiefste Motiv aller Einrichtungen des Hauses ist die Werth-^Mlncn Seele. Des Kindes Individualität kommt zu ihrem vollenkk Berücksichtigung der individuellen Eigenschaften in der Erziehung

zu machen, dazu bietet das Rauhe Haus kein kasernenartiges Zusammenleben,Familienleben, dem im Durchschnitt nur 12 Kinder mit ihrem Aufsichts-ilfMuu angehören dürfen. In dein Familienleben selbst muß sich freilich das Kind