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2 (1879) Lob - Zuneigung
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Ratich.

Oberaufsicht und das Recht der Mitwirkung beim Unterrichte der kraeesxtMAuch wurden die ersten Lehrer z. Th. mit Ausarbeitung der einzuführenden ZGbücher und Compendien beauftragt. Als sehr wichtig erschien die EinrichtungDruckerei, um die nöthigen Schulbücher in größerer Zahl rasch beschaffen zu km«»,R. hatte auch hier die Oberaufsicht und betrieb die Sache mit Eifer. Es erschie«rasch nach einander eineAllunterweisung nach der Lehrart Rntletiii" (K. v. R,mer, II, 479 f-, 2. Ausl.), eine allgemeine Sprachlehre, ein Lesebüchlein für!«angehende Jugend re. S. Nie me her, Progr. von 1842, S. 21 f.

Schon am 12. Mai 1619 lud Fürst Ludwig durch Rescript die ganze BeMrung von Köthen ein, der neuen Lehreinrichtung Vertrauen und Theilnahme zu«wenden. Die Erbauung neuer Schulhäuser wurde in Aussicht gestellt. Am lS.Juiiwurde dann eineAnordnung der Schulstunden zu der neuen Lehrart Latiedit" tukannt gemacht; da aber diese alsbald unzulänglich erschien, fertigte der Fürst «,Ratichs Hülfe einefernere Anordnung der Schulstunden zu der neuen Lehrart" m.Hienach hatte man sechs Classen: 13 für deutschen Unterricht, zunächst für Lpund Schreiben, 4 und 5 für das Lateinische, 6 für das Griechische. Den deuG,Classen der Knaben entsprachen Classen der Mädchen. Der Aufbau stellt sich in fol-genden Angaben vor Augen. In Cl. 1 und 2 Lesen und Schreiben eng vertun!»nach einem sehr speciell vorgezeichneten, weitläufigen Verfahren; in den Händen daKinder ein Lese- und Schreibbüchlein; auch das zusammenhängende Lesen noch irVerbindung mit Schreiben, an das erste Buch Mosis angeknüpft; die Aussprache soll Uvon Anfang annach der reinen meißnischen Art" formirt werden. In G. z?schließen sich die Uebungen noch weiter an die deutsche Bibel an, in Verbindung do- ; ,mit aber tritt die Sprachlehre in der Weise, daß die allgemeine Sprachlehre aus da! -besonderen ihre Erklärung empfängt; die Regeln der Wortschreibung sollen durch Umspiele aus das fleißigste eingeübt werden, ebenso die der Wortsprechung; nicht miMMsorgfältig soll Wortforschung und Wortfügung behandelt werden; überall soll»!;auch auf Verständnis des Gelesenen (der Sachen) sehen. In Cl. 4 zuerst wiüMllLesen und Schreiben des Lateinischen verbunden; dann gleich zum Terenz. Hieriiivoraus allgemeine Erklärung über den Inhalt des Buchs und der einzelnen KomödmHierauf soll der Lehrer den verdeutschten Terenz, der von Seite zu Seitewie tulateinische eingerichtet ist, den Schülern reichen, dann die Andria deutsch vorlesen, mii-her den ersten Act ebenso wiederholen, weiterhin die erste Scene in gleicher Wustbesonders vornehmen. Sind die Schüler so mit dem Inhalte genau bekannt, km«der lateinische Text an die Reihe, und zwar zunächst wieder die erste Scene, die d«verdolmetscht wird oc. re. Nach so umständlichen Vorbereitungen geht es au totEinzelne, und zwar so, daß die Formenlehre und die Satzlehre Schritt für Schiitan dem Gelesenen gelernt und eingeübt werden. Die Uebersetzung hält sich so «lals möglich an die lateinische Wortfolge. In Cl. 5 geht dieses Verfahren soll;aber die Verdolmetschung wird freier. Zugleich mannigfache Umbildung der Sähe,immer jedoch noch in der Art, daß der Lehrer das Einzelne, und in vielen WaHolungen, Vormacht, die Schüler aber auf bloßes Zuhören angewiesen sind. SeGthätig werden diese erst, wenn sie zu Hause die Verdeutschung nach dem Verstandaufs Papier zu bringen haben. Hiernächst mancherlei Verständigung über die Sprachlehre, Gewöhnung zum Gebrauche des Wortregisters, Anleitung zu alsbaldigem Uändern der Sätze. Zuletzt Uebungen im Reproduciren des lateinischen Textes «>der deutschen Uebersetzung, freiere Nachbildung, Lateinisch-Reden und Lateinisch-Schm«nach des Terentius 2srt. Auf dieser Stufe dann auch Memorirübungen,damit da-Gedächtnis, das so lange müßig gelegen, nicht ganz verderbe." Cl. 6 hast«griechischen Unterricht nach der beim Deutschen und Lateinischen befolgten Wem?behandeln. Im Anschluß ein griechisches zur Sittenlehre gehöriges Handbuch»welches schöne Worte und Sachen in sich begreifen solle. Als weiterer Aust»sollte wohl eine Schule der Vernunstlehre und eine Schule der Rednerlehre folg»Zur Inspektion der Schulen war eine Commission niedergesetzt, an der Spitzet«Superintendent Adam Streso.

Aber für Ratich kam noch im I. 1619 eine schmerzliche Katastrophe. S«Reizbarkeit und Geheimniskrämerei hatte die Mitarbeiter bald verstimmt, sein mm