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Verschiedene schädliche Einflüsse.
Masturbation. Mütter und Erzieherinnen, welche ob dieses Wortesliier erschrecken, mögen sich damit trösten lassen, dafs Mädchen imallgemeinen diesem Übel wenig ergeben sind; sogar in Instituten(welche für Knaben oft wahre Brutstätten bilden) tritt es verhältnismäfsig.selten auf. Der Trost soll aber keineswegs Sorglosigkeit bewirken, viel-mehr ist die allergröfste Wachsamkeit am Platze, und zwar von derfrühesten Jugend an. Cur schm an n und Fürbringer 1 ) habenMasturbation bei Kindern im Alter von vier bis fünf Jahren beobachtetnach Baginsky 2 ) kommt sie oft schon bei Säuglingen vor. Darausergiebt sich, dafs sie keineswegs immer eine Folge der Verführung ist.Oft liegen Reize im Centralnervensysteme zu Grunde, welche die Handunbewufst führen. In solchen Fällen empfiehlt es sich stets, den Arztzu Rate zu ziehen.
Doch auch fehlerhaft oder abnorm konstruierte Subsellien können,das Kind zu Hause und in der Schule dem Laster überliefern. »So-bald ein Kind auf Subsellien mit schlechter oder nicht passenderRückenlehne mit fehlerhafter Distanz stundenlang sitzen mufs; sobaldes auf dem Sitzbrette, gepeinigt von der fehlerhaften Sitzhaltung, inwelche es allmählich verfällt, hin und herrückt, ist nichts leichter, als.dafs die Genitalien direkt gerieben und also peripher gereizt weiden-Dasselbe gilt, wenn die Kinder an das Bücherbrett stofsen, oderwenn sie beim Schreiben an die vordere Kante des Sitzbrettes,heranrücken müssen. Die periphere Reizung wird um so nachhal-tiger und wirksamer, jemehr in krummer und nach vom gebeugterSitzhaltung die Unterleibsorgane geprefst, die Atmungsorgane be-schränkt, die Blutzirkulation behindert ist, jemehr also Kongestion,nach den Unterleibsorganen vorhanden ist. Kommt zu dem Unfall derperipheren Reizung noch hinzu, dafs die Überfüllung der Klassen mitSchülern dem Lehrer die Möglichkeit raubt, den einzelnen Schüler strengund dauernd im Auge zu behalten, so ist unter Zusammenwirkung beiderUmstände die Möglichkeit schädlicher Berührung der Genitalien, wennauch noch nicht ausgesprochene Masturbation, gegeben. Der Weg zurdirekten Ausführung ist aber nicht mehr weit, und die günstige Ge^legenheit bietet sich eventuell im Hause der Eltern.«
»Die direkte Behandlung des Übels, soweit sie die Schule angeht,
') Fürbringer a. a. O. S. 593.
2 ) B-aginsky, Schulhygiene, S. 465.