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III.
lobald sich bei Kindern Kennzeichen der Nervosität einstellen,mufs sich die ganze Erziehung auf die Beseitigung oder dochauf die Verminderung des Übels richten; aber es wäre falsch,wenn man keine Mafsregeln treffen wollte, bevor ein krankhafter Zustandin die Erscheinung tritt. Damit kommen wir auf die Ursachen zureden, welche die krankhafte Anlage zur Entfaltung bringen bezw. dieNervosität eigentlich erzeugen können, sowie auf die Mittel, welchein Anwendung zu bringen sind, um die Gesundheit des Nervensystemszu erhalten, den krankhaften Zustand desselben zu bessern.
Von A. Eulenburg werden Kopferschütterungen leichtern Grades-als nicht unwesentlich für das Zustandekommen der Nervosität be-zeichnet. Es ist also in dieser Beziehung, besonders bei erblich be-lasteten Kindern, grofse Vorsicht nötig.
Auch Nasenkatarrhe können nervöse Erscheinungen hervorrufen.Hack berichtet einen Fall von einem fünfzehnjährigen Knaben. Beidemselben entstand Kopfschmerz, Unfähigkeit, die Schularbeiten zu fer-tigen, Vergessen des bereits Gelernten, auch allgemeine Vergefslichkeit,Blödigkeit und Trübsinn. Ätzen der Nasenschleimhaut stellte die früheregeistige Regsamkeit des Knaben bald wieder her 1 ).
Was die allgemeinen Ursachen anlangt, so sagt Adolf Strüm-pell 2 ): »Alles, was den Körper im allgemeinen schwächt und die
Gesamtkonstitution schädigt, vermindert auch die Widerstandskraft des
■) Bei Emminghaus, Die psychischen Störungen im Kindesalter, S. 142.
2 ) Adolf Strümpell, Die Krankheiten des Nervensystems. 3. Aufl. S. 63.