Druckschrift 
Nervosität und Mädchenerziehung in Haus und Schule
Entstehung
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V orwort.

jenn es der Verfasser vorliegender Schrift unternimmt, sichüber eine Frage zu äufsern, die gegenwärtig sogar fast jedenTag in Zeitungen und Familienblättern berührt wird, sohegt er die Überzeugung, dafs seine Ausführungen neben denjenigenanderer Schriftsteller noch reichlich Raum haben.

Was über den in Rede stehenden Gegenstand bereits vorliegt,stammt fast ausschliefslich von ärztlicher Seite und leidet daherunter einem zwar leicht erklärlichen, aber darum nicht weniger fühl-baren Mangel an pädagogischen Kenntnissen und Erfahrungen. Zudemfehlt es selbst von dieser Seite an einer umfassenden Arbeit.

Der Verfasser hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Forderungen derÄrzte vom pädagogischen Standpunkte aus eingehend auf ihre Berech-tigung zu prüfen, und die anzuerkennenden für die Pädagogik frucht-bar zu machen.

Da sich die Schrift nicht nur an Pädagogen und Mediziner, son-dern auch an das gröfsere gebildete Publikum wendet, so hält sich dieDarstellung nicht allein von der streng wissenschaftlichen Form fern,sondern sie deutet auch einige Punkte nur an, bei denen eine nähereUntersuchung unter andern Umständen wohl am Platze wäre. Für denkundigen Leser sind die Stellen leicht kenntlich, an denen er in dieTiefe gelangen kann.

Mancher seiner Berufsgenossen, so vermutet der Verfasser, wirdsich bei einzelnen Stellen der Schrift nicht ganz angenehm berührt