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Verschiedene ‘schädliche Einflüsse.
Nervensystems.« Daraus ergiebt sich als Forderung, alles zu thun, wasden Körper im allgemeinen stärken und die Gesamtkonstitution för-dern kann.
Vor allen Dingen ist eine angemessene Ernährung des Körpers imallgemeinen und des Gehirns im besonderen unbedingtes Erfordernis.Die normale Beschaffenheit des Gehirns und des Rückenmarks, welchedas Centrum des Nervensystems bilden, hängt ab von der angemes-senen Blutzufuhr. Blutüberfüllung, Armut an Blut 1 ), sowie schlechteBeschaffenheit desselben — alles das stört die Funktionen des Gehirns.Der längere Aufenthalt in schlechter Luft, welche das Blut verdirbt, er-zeugt Kopfschmerz und Schwindel; ja, man hat durch sehr sorgfältigeBeobachtung gefunden, dafs sich z. B. die Orthographiefehler bei Dik-taten in eben dem Mafse häufen, in welchem sich die Luft im Schul-zimmer verschlechtert. Durch fortgesetzten Aufenthalt in schlecht ge-lüfteten Räumen kann die Nervosität zur Entfaltung gebracht, ja neuerzeugt werden. Sind die Zimmer vollends übermäfsig warm, so stei-gert sich der nachteilige Einflufs, weil das Blut dadurch in Wallunggebracht wird und so das Gehirn überfüllt. Besonders schädlich wirktauch starker Temperaturwechsel, z. B. wenn die Kinder nach längeremAufenthalt in heftiger Kälte sich plötzlich der strahlenden Ofenwärmeaussetzen 2 ).
Gute, mäfsig erwärmte Luft (15 ° R.) ist also ein sehr wirksamesVorbeugungsmittel betreffs der Nervosität. Leider aber ist das Mittelviel bekannter, als seine Anwendung häufig. Haus und Schule lassenin dieser Beziehung auch heute noch viel zu wünschen übrig; mehr,viel mehr aber noch die engen, mit Betten vollgepfropften Schlaf-zimmer mancher, ja der meisten Pensionate. Pelm an ereifert sichsehr über den zur Mode gewordenen Besuch solcher Anstalten 3 ), obganz mit Recht oder Unrecht, lassen wir dahingestellt; als Arzt hätte
') Nach dem Urteile vieler Arzte begehen manche Mütter einen schweren Fehler,indem sie ihre Töchter zur Zeit der bekannten Bleichsuchtsperiode nicht nach denVorschriften der Gesundheitslehre behandeln, um sie nicht kränklich erscheinen zulassen. Hoffentlich wird dieser Hinweis, trotzdem er in einer Anmerkung steht, vondenen, die es angeht, nicht übersehen.
*) Emminghaus, Die psychischen Störungen im Kindesalter, S. 50. — Dorn-bltith, Hygiene der geistigen Arbeit. Berlin 1890. S. 13.
3 ) Pelman a. a. O. S. 26.