Lchlttpverh.rndlungen.
161
noch durch diese mit denen Katholischen Einwohnern nicht die ge-ringste Gemeinschaft. — — Der Nutzen vom Bißthnm wirdfreilich geschmälert. Allein ein neuer Bischof wird sich dcy denI-6V6UU68 diesseitigen Antheils beruhigen. Ueberdies ist derVerlust nicht so beträchtlich. Es müssen im jenseitigen AntbeilNegierung, Landeshauptmann, Nentkammer und Beamte gehaltenwerden. Diese nehmen nach der Bischöflichen Wirthschaftssvrmeinen großen Tbcil der revsirruzs weg. lind wenn ein BischofVerpachtung hält, so muß er nach Abzug aller Lasten eine reinerövöuuö von 70 bis 80 tausend Gulden haben. Die binInririiiiAder Geistlichen in der Grafschaft Glatz kann der Bischof über-nehmen, da die Haltung der im Oesterreichischen ans daö Bres-lauer Bißthum t'nnäirten nnssiou wegfällt."
Es liegt ans der Hand, daß der kaiserliche Hof in Wien,der sich vorzugsweise den apostolische» nennt, Alles anwandte, umdiesen Zustand der katholischen Verhältnisse in Schlesien zu einempermanenten zu machen. Ebenso begreiflich ist eS, daß manpreußischcrseitS sich die größte Mühe gab, von der Clausel des8tnt»8 guo im Berliner Frieden befreit zu werden. Als aberHertzberg den oben erwähnten Gegenentwnrs vorlegte, weigertesich Collenbach geradezu, denselben anzunclnnen; er behauptete,denselben nicht einmal in seinen Bericht aufnehmen zu dürfen;die Katholiken würden ihn steinigen, wenn sie das erführen').'Ebenso hartnäckig verwarf aber Hertzberg den österreichischen Ent-wurf, vor allem die darin enthaltenen ominösen Worte „uu ckevoitvtrtz". Nach mehrtägigen Diseussionen gab endlich Eollenbacki dieEinschaltung dieser Worte ans, und Hertzberg sah sich zuletzt ge-zwungen, zur Erreichung des größeren Zwecks ans eine weitereNachgiebigkeit von jener Seite zu verzichten und den österreichischenEntwurf anzunehmen ch. Er konnte sich der Wahrnehmung nicht
') Bericht Hertzbergs vom 3. Februar 1763.
") Desgleichen, vom 11. Februar 1763.
II