Schristenwcchsel zwischen Preußen und Sachsen.
Der Wunsch des Geheimen Raths van Fritsch, nach der Ein-führung des österreichischen Bevollmächtigten in die zur Unter-handlung bestimmten Localitätcn von der Fortführung des Geschäftsdispcnsirt zu werden, hatte aus überwiegenden Gründen von demChnrprinzen nicht berücksichtigt werden können, und der ergrauteStaatsmann hatte sich dieser Entscheidung gefügt. Indem er seineBereitwilligkeit zur Uebernahme dieser schwierigen Aufgabe aus-sprach, hatte er jedoch daran die Bitte geknüpft, einen Beamtenbcigcscllt zu erhalten, mit dem er alle erforderlich scheinendenSchritte und Maßregeln besprechen könne und der ihm eine wesent-liche Hülfe bei allen verkommenden Geschäften gewähre. Alssolcher war von ihm der Hofrath Gutschmid in Vorschlag gebrachtworden, der früher als Professor der Staatswissenschast in Leipzigsich als hervorragende Capacität bewährt hatte und der später nachseiner Versetzung in das Ministerium bei den Vorarbeiten für denin Aussicht genommenen Augsburger Kongreß im Jahre 1761gebraucht worden war. Da die Entschließung auf diese, zuerstmündlich angebrachte Bitte nicht so rasch erfolgte, als dies vonFritsch erwartet sein mochte, erneuerte er sie am Schlüsse einesBerichts vom 27. December 1762 mit folgenden Worten: „Ichmuß zu meiner Schande gestehen, daß ich mich um die hoheWissenschaft des Oeröinomöls Zeit Lebens nicht bekümmert, auch