' Einleitung.
Schon ii» siebenten Jahre bauerte der Krieg, den der KönigFriedrich II. von Preußen ün Bunde mit England gegen Frank,reich, Rußland, Schweden, Oesterreich und die mit letzterem ver-bündeten Reichsfürsten führte, und das wecksclvolle Glück hattedie Wagschalc des Erfolgs bald auf dieser, bald auf jener Seiteniedergedrückt. Begonnen mit dem Einmarsch der Preußen inSachsen am 29. August 1756, hatte dieser Krieg bald die meistendeutschen Fluren überzogen, und die Zahl der historisch merk-würdigen Schlachten war in jedem Jahre reichlich vermehrt wor-den, während zugleich die furchtbarsten Folgen des erbittertenKampfes nach allen Richtungen bin immer offenbarer wurden.Ganze Ländcrstrecken, die vor dem Kriege zu den blühendsten ge-zählt werden konnten, waren in Wüsteneien verwandelt; unzähligeDörfer lagen in Aschenhanfen oder waren von den wenigen über-lebenden Einwohnern verlassen worden; die Felder blieben brachliegen, weil es an Allem fehlte, um sie zu bebauen, und Elendund Jammer, die treuen Satelliten der Kriegsfnrie, herrschten indem weitesten Umkreise.
Und wie der Einzelne litt, der die Feindschaft der Königezu büßen hatte, so machte sich auch in den höheren Regionen derStand der Dinge in einer Weise fühlbar, die nicht länger un-berücksichtigt bleiben konnte. Nicht nur die Menschen singen an
Beaulieu-Marconnay. Der Hubertsburqer Friede.
1