Schriftenwechsel zwischen Preußen und Oesterreich.
Die Weigerung des Herrn von Cvllenbach, sich nach Leipzigzu begeben, und die dadurch herbeigeführte Aendernng des Ortes,an welchem die Confercnzen stattfinden sollten, hatten, wie schonfrüher erwähnt worden, den König von Preußen bestimmt, anstattdes Ministers Grafen von Finckenstein, der bei ihm in Leipzigweilte und dessen Gegenwart er nicht entbehren konnte, den Ge-heimen Legationsrath von Hertzberg aus Berlin kommen zu lassen.Die demselben ertheilte Instruction U kann als ein nicht zu unter-schätzendes Dvcument gelten für die Klarheit und den Scharfsinndes Königs, der diese ganzen Unterhandlungen wesentlich selbsteingcleitet und durchgeführt hat. Was er wollte und wollen mußte,um der Früchte seiner langjährigen Kämpfe nicht verlustig zuwerden, das findet sich hier in scharfen Umrissen ausgesprochen, unddiesem seinem ersten Entwürfe ist er in allen wesentlichen Be-ziehungen so ausnahmslos treu geblieben, daß man durch alleVerhandlungen hindurch die Grundzüge der Instruction in denausgcarbeiteten Friedensinstrnmcnten Nachweisen konnte. Selbstden Termin der Räumung Sachsens und damit zugleich die muth-maßliche Dauer der Unterhandlungen hat er im Voraus fixirt,und ist namentlich in dieser Beziehung in ausgezeichnetster Weise
') Beilage v.