Pon Dresden dis Mennsdorf.
In Warschau war der Bericht über den Ausfall der Sendungdes Herrn von Fritsch mit nicht geringerer Befriedigung aus-genommen worden, als in Wien; man machte sich sogar destogrößere Hoffnungen von den bei einem Friedensschlüsse zu er-zielenden Vortheilen, je geringer die Mittel waren, die zu solchemErfolge nothwendig. Nicht als ob man sich mit geschlossenenAngen der verzweifelten Lage und gänzlichen Ohnmacht Sachsensgcgenübergestcllt und die allseitige Machtstellung, wie sie aus denFeldzügen der letzten Jahre hervorgegangcn, durchaus verkannthatte; — darüber war man sich völlig klar; dieser Optimismusstützte sich vielmehr lediglich auf das leider erblich ge-w vrdene fatalisti s ch cVertrauen zu de r werkthätig e nHülse und Unterstützung des Wiener Hofes. Diesersich zu versichern, darauf war wesentlich das Bestreben in Warschaugerichtet. Schon am 11. December ward Graf Flemming an-gewiesen, „sich fortwährend dafür zu verwenden, daß man dieEntschädigung des Königs von Pohlen als eines so getreuen undunverschuldet mißhandelten Alliirtcn und seiner bis zum äußerstenUmsturz gebrachten Sächsischen Erblande, als eine ooneUtio sinegnn non in serisusen Vortrag bringen möge." Je weniger vondem König von Preußen eine billig mäßige, oder nur irgend hin-längliche Entschädigung des angethanen Unrechts und nnbcschreib-