Die allgemeine Neth war in Sachsen zn einer Höhe gestiegen,daß der Fortdauer der obwaltenden Zustände auf jede Art undWeise ein Ende gemacht werden mußte, wenn das Land vor demvollständigen Ruin bewahrt und in die Möglichkeit versetzt werdensollte, nach und nach von dein Elend sich zn erholen. Die Ileber-zcngung, daß der Friede um jeden Preis verschafft werden müsse,hatte auch an maßgebender Stelle in Warschau Eingang gefunden,und die Schilderungen und Vorstellungen des Chnrprinzen FriedrichChristian mögen nicht wenig dazu beigetragen haben. So wardenn der Gchcimerath von Saul von Warschau nach Paris gesandtworden, um bei Gelegenheit der Friedensverhandlnngen zwischenFrankreich und England den Versuch zn machen, ob daran dieEröffnung von ähnlichen Schritten gegenüber von Preußen geknüpftwerden könnte. Die Vorstellungen und Anträge dieses Agentenhatten in Paris einen günstigen Boden gefunden, und es warhierauf Herr von Saul direct nach Wien gegangen, um die dorti-gen Dispositionen kennen zu lernen und die Willfährigkeit derfranzösischen Negierung zur Eingehung des Friedens rühmend zuerwähnen.
Als sächsischer Gesandter in Wien fnngirte der wirklicheGeheimerath Cabinctsministcr Graf von Flemming; ihm war derResident von Pezold attachirt. Die Mittheilnngen Sauls gaben