Druckschrift 
Der Hubertusburger Friede : nach archivalischen Quellen
Entstehung
Seite
148
Einzelbild herunterladen
 

146

Schluvverhandlmigen.

setzen sollte, von dem von Cvllenbach vermuthen, daß er hierunterdem Sinn seiner lustruetionen nicht nachgekommen; zumahlenallerdings befremdlich ist, baß zu eben der Zeit, da er den Frei-herrn von Fritsch ersuchet, seines außerordentlichen und wenigOorclinlitnöt anzeigenden Verhaltens halber keinen Bericht anhervzu erstatten, er in seinen Berichten nach Wien sich über denselbenbeschweret hat. Jndeß wenn man ihm, wie aus den gegen denHerrn Cabinets-Minister beschehenen Aeußernngen fast nicht andersabzunehmen, wirklich vom Hofe aus anbefvhlen hat, mit seinemblltimnto so lange zurückzuhalten, so ist aus der Erfahrung nun-mehr klar, baß man des Endzwecks, das Heft der lslsA-otintioir inHänden zu behalten, gänzlich verfehlet und sich nicht den mindestenNutzen verschafft, des Königs Meines Herrn Vaters Majestät aberund Dero Landen noch vor verschiedenen Millionen geschadet hat.Diesseitigem Bevollmächtigten würde dabey übel angestanden baden,von sothanem Illtinaato sich etwas in Voraus gegen den Preußi-schen merken zu lassen, da man ihm, und Mir selbst beständig dasgrößte Geheimniß davon gemacht hat: und der Vorwurf der lir-ckiserstioir, dem er sich alsdann ausgesetzt haben würde, wäregegründeter gewesen, als jetzo der von Ungeduld und MiStrauen ist.

Vor das Künftige wünsche Ich billig, daß der gute und un-verfälschte Wille des HvfeS zu Wien, von dem der Herr Cabinets-Minister überzeugende Merkmale wahrzunehmen Mich versichert, siebin denen zu berichtigenden Abrechnungs- und Lommöioinl- auchmehr andern Geschäften werkthätiger zu Tage legen möge, alssolches in nur benannten Geschäften vor dem Kriege, in fast allenpuM^nen und LandeS-Angelegenheiten während des Krieges, undin Ansehung der vor Meines Herrn Bruders des Prinzen OlöinsntisLiebden zu verschaffenden geistlichen Ltublisi-ömsirts nur nochneulich geschehen ist."

Man sieht, daß der Churprinz Friedrich Christian vollkommenklar darüber war, was von demDanke vom Haus Oesterreich"