Lchlußverhandlurigeii.
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sich äußersten Falls zu bequemen entschlossen sei, dann mit Sachsenvollends ganz willkührlich verfahren und die Unterhandlungen nochso lange als möglich hinausziehen werde, um die sächsische» Landenoch um so viel länger anssaugen zu können. Mau sei überzeugt,daß, wenn man dem Wiener Hofe durch Zurückhaltung seinesUltimatums gleichsam noch ein Heft in Händen lassen wollen,man von dem König von Preußen ungleich mehr erlangt habenwürde, als wenn er dasselbe zum voraus erfahren hätte; manwürde wenigstens den Erlaß der in Sachsen erpreßten und nochnicht bezahlten Wechsel und Obligationen durchgesetzt haben, undes wäre zugleich der eigene Verlust vermieden worden, weil derKönig von Preußen auch noch einige aus österreichischen undandern freundschaftlichen Landen erpreßte Wechsel in Händen habe;nunmehr aber, da man von Seite» des Chursächsischen Hofes ausUngeduld und Mißtrauen zngefahren und sich znr Bezahlung derdortigen verstanden, sei zu besorgen, baß ein gleiches in Ansehungder andern begehrt werden würde. So sehr man daher gewünscht,daß man sich mit der Erklärung des Hofraths von Collenbach be-friedigt hätte, um denselben nicht noch schüchterner zu machen, alser eS bereits durch das, was ihm früher begegnet, geworden sei,— so sehr bedanre man, daß nicht über dieses offenbare Miß-verständnis; eine genaue Erläuterung in Wien veranlaßt und bisdahin die schlüssige Erklärung des Ultimatums zurückgehaltenworden sei. Da solches aber nun nicht mehr zu ändern, habeman zum Beweise, daß mau mit nichts Verfänglichem umgegangeu,dem Hofrath von Cvllenbach den Befehl gegeben, das WienerUltimatum hinanszugebe»; wenn aber die Folgen davon so aus-schlagen sollten, wie eben angeführt, wolle man in Wien die Schulddavon nicht übernehmen, und müsse übcrdem gestehen, daß ausdem Mißtrauen, welches sich bei Gelegenheit der vorliegendenFriedensverhandlungen gegen den Wiener Hof offenbare, für dieZukunft gar nicht solche Schlüsse von eordialem und engem Ein-