136
SchLußverhandluiigen.
Verhandlungen die Sachen dem Abschluß nicht näher gebrachtworden als sie am ersten Tage gewesen, so hätten Höchstdieselbcnkeinen Anstand nehmen können, alle ungewisse Hoffnungen derAbwendung des gegenwärtig bevorstehenden gänzlichen Ruins ans-zuopfern, und wenn durch fremde Schuld letzterer dennoch erfolgensollte, so würde die ganze Wett erkennen, daß Se. Majestät alsLandesvatcr gebandelt; übrigens babe man ihn, den Herrn vonEollcnbach, mit der Erklärung nicht unvorbereitet überrascht, sondernihn seit einigen Tage» davon in Kenntniß gesetzt, daß man einesolche erwarte, und ibm am heutigen Morgen vor der Evnferenzangezeigt, daß dieselbe cingctroffen sei."
Diese wiederholten unverblümten Beschwerden des sächsischenBevollmächtigten über das österreichische Verfahren mochten dochendlich selbst dem Herrn von Collenbach verständlich gewordensein. Noch an demselben Abend besuchte er in Begleitung seinesSekretärs von Lederer den Herrn von Fritsch, was früher nie derFall gewesen, veranlaßt die Herbeiholung des Hvsraths Gutschmidund hielt eine lange Rede über den Fortgang der Verhandlungen,welche mit dem Erbieten endigte, daß er sein ganzes Geheimnißden sächsischen Herren offenbaren und in ihre Hände legen wolle.Nachdem von Seiten dieser ihm geantwortet worden, daß sie sichnicht dem Vorwurf anssetzen wollten, ihn zu einem Schritt ge-bracht zu haben, der dem Interesse seines HofeS nachtheilig sei,und er also mit seinem Geheimniß so Verfahren möge, wie er esjenem Interesse gemäß finde, — eröffnet«? ihnen Collenbach, daßer nach seiner Instruction Glatz mit allcn Festnngswerkendarbieten könne; er wünsche, daß Herr von Hertzberg den Berichtan seinen Hof bis nach der ans den folgenden Tag anbcraumtenConferenz aussetzcn möge, damit nicht etwa der Antrag wegenSchleifung der Festungswerke eine übereilte widrige Entschließunghcrvorbringe. Er bat zugleich, Herr von Fritsch möge erklären,daß er aus Besorgniß einer Verzögerung des Friedens ihn, Collen-