Schn'fteiiwcchsel zwischen Prcusc» und Sachsen.
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aus dem Laude gezogen worden'). Die Aufmerksamkeit und Be-sorgnis) der sächsischen Regierung war längst auf diesen wundenFleck gerichtet gewesen, und die Art und Weise, wie hier zu helfensei, hatte einen der wichtigsten Gegenstände gebildet, mit denensich die im April 1762 zu Dresden niedergesetzte Commission zurWiederanfhelfnng des Landes unter dem Vorsitz des GeheimenRaths von Fritsch beschäftigte. Letzterer hatte es durch seine un-ermüdlichen Vorstellungen beim Grafen Brühl dnrchgesctzt, daß dieVorschläge der Commission die königliche Genehmigung erhielten 2 ),welche darauf hinausliefcn, das Einverständnis; der Gläubiger mitder Herabsetzung des Zinsfußes auf 3 Procent sowie mit derCaducirnng der Reste herbcizuführen, dagegen aber eine jährlicheSumme von 1,100,000 Thaler sestznsetzen, von denen die Zinsenbezahlt und der Amortisativnsfond gebildet werden sollten; durchjährliche Anslvosungcn würde dann die ganze Steuerschuld in ver-hältnißmäßig kurzer Zeit zurückbezahlt sein.
Die Handelsbeziehungen Preußens und Sachsens waren seitder Convention vom Jahre 1728 nach und nach durch gegen-seitige Erhöhung der Eingangszeile und gänzliche Verbote einzel-ner Waaren in einen Zustand gerathen, der dem Interesse beiderLänder durchaus schädlich war und von beiden Seiten die leb-haftesten Beschwerden herbeisührte. Ein Rescript an den sächsischenGesandten in Berlin, Conferenzminister von Büiow, brachte unterdem 19. August 1755 diese Angelegenheit zur Sprache und er-wähnte, daß zwischen dem Ministerium und dem preußischen Ge-sandten in Dresden, von Maltzahn, verschiedene Unterredungenüber die Beseitigung aller dem Handel nachtheiligen Streitpunktestattgcfunden hätten, in Folge deren dem Letzter» ein Vorschlagübergeben worden sei, wonach »»verweilt Conferenzcn in Halle
>) Ncscript des Chnrprinzcn an Fritsch vom 18. Januar 1763.
-) Ausführlich sind diese Verhandlungen dargestcllt in der Biographie desFreiherr» von Fritsch: Archiv für sachs. Geschichte, Bd. 9. S 320 ff.