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Der Hubertusburger Friede : nach archivalischen Quellen
Entstehung
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Schristcnwcchsel zwischen Preußen und Sachsen.

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Hertzberg angefragt, ob nian denn von vorn herein den sächsischenBevollmächtigten zu den Berathnngen znlasscn wolle? HertzbergsAntwort ging dahin, daß dies durchaus passend sein werde, be-sonders weil die ganze Unterhandlung durch den sächsischen Hofeingelcitet worden seiest Nachdem er dann in der Konferenz diebeiden ersten Punkte des Uröeis dictirt hatte, weigerte er sich, wieoben erzählt worden, von dem weitern Inhalte desselben demsächsischen Gesandten Kenntnis; zu geben, und gcrieth dadurch vonvorn herein mit dem Letztem in eine Differenz, welche wiederdurch Hertzbergs taktvolle Vermittlung gehoben ward. Ncber dieBedeutung des in Artikel 1 gebrauchten Ausdrucks:sur nu pioä>-66ixro<in6M6iit eonveiinlils et egsuitndle" wollte Collenbachkeinerlei Erklärung geben, sondern verwies einfach auf die An-träge, die von dem sächsischen Bevollmächtigten gestellt werdenwürden. Und als dieser ans die einer verbündeten Negierungschuldigen Rücksichten Bezug nahm, äußerte er: Der König vonPolen und seine sächsischen Lande seien durch ihren eigenen, derReichsgrundverfassung gemäßen Willen in dieses Unglück gerathen,hätten aber keinen Tractat mit der Kaiserin-KöniginM a jestät anznziehe n 2 ).

Unter diesen Umständen schien es dem Baron Fritsch vorallen Dingen erforderlich zu sein, eine schriftliche Erklärungüber einzelne Punkte des Wiener Uröois dem österreichischenBevollmächtigten zu überreichen und davon eine Abschrift anHertzberg gelangen zu lassen. Denn dadurch erhielt er Ge-legenheit, noch vor Herausgabe der eigentlichen Friedensvorschlägedem Wiener Cabinet die Erwartungen des sächsischen Hofes noch-mals umständlich ins Gedächtniß zurückznrnfen und zugleich einemVerlangen des preußischen Bevollmächtigten zu entsprechen, welcher

') Brief von Hertzbcrg an Graf Finckenstein vom 31. Dcc. 1762.2 ) Bericht von Fritsch vom 1. Januar 1763.