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Der Hubertusburger Friede : nach archivalischen Quellen
Entstehung
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Schriftcnwechsel zwischen Preußen und Oesterreich.

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Provinzen ausführliche statistische Nachrichten gab *). Hcrtzbergführte mit großer Gelassenheit ans, wie das ganze Verhältnis;auf dem Fuße einer gleichmäßigen Billigkeit einzurichten sei, wobeiOesterreich nach den vorliegenden statistischen Notizen nur ge-winnen könne, da die Handelsbalance ihm vvrtheilhaft sei, —allein seine Vorstellungen waren nicht hinreichend, um eine ruhigeDiscusstvn herbcizuführen: Collenbach blieb bei seiner Vehemenz,erklärte, daß er durchaus gegen Alles, was in diesem Artikel vor-gebracht worden, Verwahrung cinlcge, und daß cs mit den gegen-seitigen Handelsbeziehungen vorläufig auf den status liburtatisnaturalis kommen müsse. Hcrtzberg deducirte hierauf mit gleich-bleibender Ruhe: es seien in dem Breslauer Frieden wegenSchlesiens zwei Punkte ans den statu;;; eins gesetzt worden undin dem Dresdner Frieden darinnen gelassen, nämlich der statusder katholischen Religion und der status der Handelsbeziehungen.Der König wolle den erstem Punkt unverändert lassen, und wennman gegenseitig bei letztem; davon abgehen wolle, zu einen;billig mäßigen Einverständnis; die Hand bieten; wolle man aberden letzter;; ohne irgend einen andern Vergleich einfach auf denstntus uaturalis bringen, so müsse nicht minder in Ansehung derRcligivnsvcrhältnisse der Status <iuo Wegfällen und der Königin dieser Beziehung seine volle natürliche Freiheit wieder er-halten.

Dieser Darstellung gegenüber wollte Collenbach den Unter-/ schied zwischen den beiden genannten Punkten und die größereVerbindlichkeit und Kraft des Status huo in den Verhältnissender katholischen Religion weitläuftig beweisen; doch ließ sichHertzberg darauf nicht ein, sondern bcharrtc darauf, daß beideGegenstände völlig gleichmäßig behandelt werden müßten; daßletzterer status g;uo in die absolute freie Willkür verwandelt,

') Bericht von Fritsch vom 24. Januar 1763.

Beau lieu -Ma r connay. Der Hubertsburger Friede. 6