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Der Hubertusburger Friede : nach archivalischen Quellen
Entstehung
Seite
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Schriftenwcchsel zwischen Preußen und Oesterreich.

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Monate hatte das mehr als kühle Verhältnis; zur englischen Regierungfortgedauert; die Politik des Lord Bntc konnte keine andereWirkung haben. Jetzt aber erschien Plötzlich und ganz unerwarteteine Depesche, welche im Namen Frankreichs und Englands demKönige die Rückgabe seiner wcstphälischen Provinzen anbvt, unterder einzigen Bedingung der Neutralität dieser und der nieder-rheinischen Provinzen, gegenüber einer gleichen Neutralität derösterreichischen Niederlande, welche man der Kaiserin-Königin an-bicten werde, alles dies unter der gemeinschaftlichen Garantieder beiden Könige von Frankreich und England Der Berichtdes preußischen Gesandten in London, Herrn von Knyphansen,meldete zugleich, daß man beschlossen habe, die genannten Pro-vinzen bis znm Eintreffen der Antwort des Königs von Preußenim Besitz der französischen Truppen zu lassen, und daß derfranzösische Gesandte, Duc de Nivernois, mit der größten Ver-ehrung vom Könige gesprochen und ihm gesagt habe, daß diesesAnerbieten ohne Vorwissen des Wiener Hofes geschehe, und dazubeitragen werde, den König von den günstigen Dispositionen desVersailler Hofes zu überzeugen.

Preußischer Seits fand man natürlich diese Vorschläge soübereinstimmend mit den eigenen Interessen, daß die erforderlicheVollmacht zur Abschließnug einer Convention sofort nach Londonabgesandt wurde.

Dieser wichtige Jncidenzfall konnte nur dazu beitragen, dieHoffnung auf eine baldige Nachgiebigkeit der österreichischen Re-gierung in der Glatzer Frage zu bestärken, und deshalb umso nachdrücklicher auf die Rückgabe der Grafschaft zu bestehen.

Wie geringen Erfolg alle bisherigen Präpositionen des WienerHofes in dieser Beziehung gehabt hatten, konnte Herr von Cvllenbach

') Schreiben des Königs aii Hertzberg vom 26. Januar 1763. Schreibendes Grafen Finckenstein an denselben vom 30. Dccember 1762 und vom26. Januar 1763.