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Der Hubertusburger Friede : nach archivalischen Quellen
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Hubertusburq.

Gewohnheiten damaliger Zeit wenig geläufigen Leichtigkeit hatteman die sonst für so wichtig gehalteilen Fragen der Etiguettc unddes Ceremoniclls beseitigt und war sofort an die Hauptsache selbsthinangetreten. Sv wenig freilich die Eröffnungen des WienerHofes den berechtigten Erwartungen der sächsischen Negierung ent-sprechen tonnten, so günstig erschienen sie gegenüber denjenigenAnsichten, die in HertzbergS Instruction Gon der sogleich die Nedesein wird^ nicdergelegt worden waren. Denn ging klar daraushervor, daß Oesterreich bereit sei, den Frieden durch Aufopferungvon Schlesien zu erlangen; der Versuch, die Grafschaft Glatz zubehalten, konnte kaum ernstlich gemeint sein, da man in Wiendurch Vermittlung des sächsischen Gesandten genau davon unter-richtet war, wie der König von Preußen in dieser Beziehungdachte, und man seitdem auch nicht den entferntesten Grund hattezu der Annahme, cs werde Letzterer sich bewegen lassen, von demein- für allemal bestimmt ausgesprochenen Grnndprincipe abzu-gchen, welches kurz und deutlich verlangte, daß der Besitzstandvom Jahre 1756 wieder hergestcllt werden müsse. Alle übrigen'mit dem abzuschließcnden Frieden eng zusammenhängenden Vor-schläge waren mit großer Zurückhaltung entworfen, und was dieandern, mit der jetzigen Verhandlung in gar keinem Connexstehenden Forderungen und Anträge betraf, so konnte man inDresden hoffen, sie durch geeignete Vorstellungen zu beseitigen,während man sich preußischerseits dieselben einstweilen schon umdeswillen konnte gefallen lassen, weil sie eine bequeme Handhabezur Hinausschiebung des Fricdensjchlnsses bis zu demjenigen Ter-min darbvten, der dem Könige von Preußen für die Dislocirnngseiner Truppen und Magazine passend erschien, ohne ihn zu nöthi-gen, mit dieser geheim gehaltenen Absicht öffentlich hervvrzutrcten,und ohne ihn zu hindern, während dieser ganzen Zeit die occu-pirten sächsischen Landestheile mit rücksichtslosester Strenge zubrandschatzen.