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Der Hubertusburger Friede : nach archivalischen Quellen
Entstehung
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Hul'crtuSbiirg.

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gemacht hatte. Er war ein Günstling deS Grafen Kaunitz, strenggeschulter Subalternbeamter, ängstlich, unentschlossen, ineonscquent,strenger Katholik und großer Verehrer der Jesuiten. Er tritt imLaufe der Verhandlungen so häufig vor die Augen, daß hier eineausführliche Charakteristik dieses eigenthümlichen Diplomaten über-flüssig sein dürfte.

Die erste Conferenz fand sofort am 30. December statt; sieward von dem sächsischen Bevollmächtigten mit folgender Anspracheeröffnet:Die Drangsale, welche dieses Land nun in daö siebenteJahr betroffen, haben der Kaiserin-Königin Majestät ans meinesHofes wiederholte Vorstellungen vermocht, einem baldigen, billigenund dauerhaften Frieden die Hand zu bieten und meines aller-gnädigsten Herrn Königs Majestät zu überlassen, ob Sie beiSr. königlichen Majestät in Preußen die Sachen also cinzulcitenWege finden könnten, damit dieser heilsame Endzweck baldmöglichstbefördert werden möge. Bei der Entfernung Sr. Majestät habenAllerhöchstdieselbcn Dero königlichem Chnrprinzen königliche Hoheitdieserhalb Auftrag gethan, und als diese solche Aenßerung durchmich an Jhrv königliche Majestät in Preußen gelangen lassen, beiAllerhöchstderoselben auch eine so erwünschte Gesinnung gefunden,daß eS endlich zu gegenwärtiger Znsammentretung gediehen. Nnr-gedachte Se. königliche Hoheit haben zum Behufe dieses ganzennegotii von Dero Herrn Vaters Majestät ganz vhnumschränktenAuftrag erhalten, und zu Folge desselben mich zu demselben äels-ssiret. Mir liegt also ob, Gott inbrünstig anzurnfcn, daß er zumHeil und Rettung so vieler unter der Kriegslast seufzenden Länderund Untcrthanen, derselben mit uns vereintes Gebet erhöre undmittelst eines baldigen, billigen und dauerhaften Friedens einenneuen Grund zu einer guten Nachbarschaft in seinem Namen legenlassen wolle')."

0 Bericht des Geheimen Raths von Fritsch vom 30. Dec. 176K,'

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