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Der Hubertusburger Friede : nach archivalischen Quellen
Entstehung
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50 Hnbcrtusl'urg.

nonnung zum Mitgllode der Akademie der Wissenschaften, währender in seiner amtlichen Stellung im Ministerium der auswärtigenAngelegenheiten zum Geheimen Legativnsrath vorrückte. BeimBeginn des siebenjährigen Krieges schrieb er das vfsiciclle moiuoiiernisouue zur Rechtfertigung des Einfalls in Sachsen, und warddann znm Geheimen Rath und Unterstaatssecrctär ernannt. Jetztwar er nun berufen, denselben Krieg durch einen Friedcnstractatzu beendigen, nachdem er erst im eben abgclanfenen Jahre 1762die Verhandlungen geführt hatte, welche zum Frieden mit Rußlandund Schweden führten l). Sein offener Charakter, seine humaneDenkungsart, sein seingebildcter Verstand erwarben ihm die An-erkennung und Freundschaft Aller, mit denen er in nähere Be-rübrung trat und die solche Eigenschaften anzuerkcnncn wußten.Sv erschien er vor Vielen berufen zur Durchführung von Friedens-Verhandlungen, in deren Verlauf er durch weise Mäßigung manch-mal die exorbitante Härte seines Königs, die dem wahren Inter-esse desselben mehr schadete als nützte, zu mildern verstand.

Ueber die Antecedentien des österreichischen Bevollmächtigten,Hosraths Heinrich Gabriel von Collenbach, ist nur in Erfahrungzu bringen gewesen, daß er im Jahre 1736 den Fürsten vonLichtenstein als Gcsaudtschastssecrctar auf einer Reise nach Berlinbegleitet und dort die Bekanntschaft des damaligen Kronprinzen

0 In seiner spätern Laufbahn ward Hertzberg znm Staatsminister ernanntund betheiligte sich wesentlich bei der ersten Theilung Polens 1772. dem Frie-den von Letschen 1779 und der Errichtung des-Fürstenbnudes 1785. Nachdem Tode Friedrichs II. ward er vom König Friedrich Wilhelm II. in denGrafenstand erhoben; nachdem er jedoch 1790 die Rcichenbachcr Conventionabgeschlossen hatte, zog er sich verschiedener Mißhelligkeitcn halber aus demDienste zurück. Als Staatsmann in vielen Beziehungen seiner Zeit voranS-geeilr und deshalb ganz der Mann für einen König wie Friedrich II., konnteer den Rückschritten unter der Negierung Friedrich Wilhelms II. nicht gleich-gültig gegenübertretcn. Bis zu seinem Tode, im Jahre 1795, widmete er sichwesentlich den Geschäften der Akademie der Wissenschaften und der Verbesserungdes Schulwesens, namentlich auf dem Laude.