Von Dresden bis Wcrmsdorf.
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Bedenklichkeiten Bericht erstattetes. Er bediente sich dazu eineskurzen Promemoria, welches Letzterer in Wcrmsdorf abgcsaßt.Darin war Bezug darauf genommen, daß die Geheimhaltung derAngelegenheit unmöglich geworden sei und deshalb auf einendritten Ort außerhalb der beiden Hauptquartiere angetragen wer-den müsse. Da Wcrmsdorf ungefähr den halben Weg zwischenden Leiden Quartieren ausmache, so erscheine dieser Ort bequemerals Leipzig, wo ohnehin die Messe vor der Thür und das Auf-sehen nicht zu vermeiden sei. Würde Sr. Majestät dieser Vor-schlag gefallen, so konnte jener Ort durch eine Acte für neutralerklärt werden. Andernfalls müsse der österreichische Bevollmächtigtenähere Weisungen von seinem Hofe erwarten.
Der König nahm diese Eröffnungen in gelassenster Weiseentgegen und erklärte sich mit allem zufrieden; er gab zu, daßLeipzig kein passender Ort für die Consercnzen sei. Da er jedochden Cabinetsminister Grafen von Finckenstein nicht entbehrenkönne, werde er den Geheimen Legationsrath von Hertzberg ausBerlin kommen lassen, der in vier oder fünf Tagen hier seinkönne. Die Neutralität für Wcrmsdorf wolle er bewilligen unddie für die jetzt vielfach in Bewegung zu setzenden Couriere er-forderlichen Pässe ausfertigen lassen.
An dem folgenden ersten Weihnachtstage ward Fritsch, da eraus der Kirche kam, zum König gerufen-). Dieser theilte ihmmit, er habe das Verlangen wegen einer in und um WermSdvrfzu publicirendcn Neutralität reiflich, erwogen, und wolle nun weitermit ihm überlegen, wie dies am besten und schicklichsten geschehenkönne, um die Sicherheit und Ruhe der mit den Friedensvcrhand-lungen Beauftragten so viel nur möglich zu garantiren. DieAusstellung einer eigenen desfallsigen Acte verursache eine vor-
Brief von Fritsch an Herrn von Colleubach vom 24. Dcc. 1762.2) Bericht des Geheimen Raths von Fritsch vom 27. Dec. 1762.