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Von Dresden bis Wermsdorf.
eilige Publicität und werde nicht einmal unter allen Umständenhelfen: denn Soldaten, die zu Excessen geneigt seien, könntenentweder nicht lesen oder gäben dieses zur Entschuldigung vor.Wollte man aber Patrouillen umhergehen lassen, so möchten dieHerren in Wien dies vielleicht gar für eine Art von Bewachunghalten. Er finde deshalb kein besseres Mittel, als
1. alle in WermSdvrf stehenden Executions- oder andereCommandos herauszuziehen;
2. Befehle an die Cvmmandanten in Meißen, Tvrgau, Chemnitzund Leipzig als die zunächst gelegenen Orte zu erlassen, daß keinCommandv oder was dergleichen nur sei, den Ort berühre;
3. etwa zehn seiner reitenden Feldjäger an die Aus- undEingänge von Wermsdorf zu legen, welche alles Störende vondem Flecken abzuweisen, und Ruhe und Sicherheit zu erhalten beiTag und Nacht bemühet wären.
Fritsch fand diese Vorschläge so vollständig genügend undzweckentsprechend, daß er denselben nichts hinzuzusetzen wußte, alsder König ihn dazu aufforderte. In dem weiter folgenden längernGespräch äußerte der König seine besondere Zufriedenheit darüber,daß der Chnrprinz den Auftrag erhalten habe, die ganze Verhand-lung ohne alle Rückfragen nach Warschau zu führen, und meinte,daß ihn dieses Benehmen viel Gutes für die Zukunft hoffen lasse.Da Fritsch hieraus Gelegenheit nahm, dem Könige vorzustellen,wie dies eine Gelegenheit sei, durch ein billiges Abkommen diefreundnachbarlichen Gesinnungen zu bethätigen und die blutendenWunden verharschen zu machen, — wiederholte derselbe, daß eralles Mögliche thun wolle, um den Churprinzen zusricdenznstellen,— nur Land und Geld gebe er nicht heraus; für jetzt müsse manaber nur an den Hauptzweck denken und nicht eine Negociationdurch die andere hindern; wenn diese zu Stande gekommen sei,werde es mit dem andern sich schon geben. Der König sprachdann in ausführlicher Weise über die innern Verhältnisse Sachsens