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Bon Dresden bis Mennsdorf.
Intentionen des Wiener Hofes zu erhalten, so sollte man schnellund vollständig enttäuscht werden. lieber die Instruction, die il»nertheilt worden, war durchaus nichts zu erfahren; man mußte sichmit der wiederholt gegebenen Erklärung begnügen, daß darübersich ansznsprechen erst im Lauf der Unterhandlung selbst die rich-tige Zeit sein werde. Es wurde ihm dann weiter zu erkennengegeben, wie man nach so vielen von der Kaiserin-Konigin ge-gebenen Versicherungen, in deren Händen jetzt ausschließlichSachsens Interesse beruhe, nichts gewisser sich versprechen dürfe,als daß er bei seinen Anträgen des Indcmnisations- undEvacuationspnnktes besonders eingedenk sein, bei der Unterhand-lung darauf beharren und in dem Ultimatum wenigstens dieRäumung des Landes, die Verschonung mit allen ferneren Kon-tributionen und den Verzicht ans die Rückstände zur conditio sin»Mn non machen werde. Ans alles dieses antwortete der Gesandtenur in kurzen und abgebrochenen Worten, daß man hoffentlichdaran nicht zweifeln werde, daß gewiß alles, was möglich sei,geschehen solle, daß er aber zur Stellung dergleichen coueUtioncssine Mn non nicht instrnirt sei, und daß ja des Königs vonPolen Majestät Dero Interesse durch einen eigenen Abgeordnetenvertreten lassen werde').
Solche vage Versicherungen waren nicht geeignet, den Chnr-prinzen und seine Räthe in der Hoffnung zu bestärken, daß manauf den Beistand des kaiserlichen Hofes rechnen könne. Als un-umgänglich nothwendig erschien cs daher vor allem, Herrn vonCvllenbach nicht allein nach Leipzig reisen, vielmehr ihn durch densoeben erst von dort heimgekehrten Geheimen Rath von Fritschbegleiten zu lassen, obgleich für diesen noch keine Vollmacht vonWarschau angelangt war. Nun hatte zwar Letzterer bei Erstattung
Bericht aus dem Geh. Conseil au den König in Warschau vom 23. Dec.
1762.