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Der Hubertusburger Friede : nach archivalischen Quellen
Entstehung
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Lon Dresden bis WermSdorf.

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und welche mit der Zeit abschriftlich zu commuuicireu Vorbehaltenbleibe ^).

Begreiflicherweise sah man daher in Dresden der Ankunftdes kaiserlichen Bevollmächtigten mit gespannter Erwartung ent-gegen. Er traf am 19. December dort ein, während pritsch inLeipzig war; sein ansehnliches Gefolge ließ die nothwendige Ge-heimhaltung seines Reisezwecks von vorn herein als zweifelhafterscheinen.

In Wien hatte man zum Bevollmächtigten anfangs den Hvf-rath von Kannegießer auserschen, weil er schon früher zur Ab-schlicßung der Präliminarien des ersten schlesischen Friedens ge-braucht worden war und wegen der ihm beiwohnenden Kenntnissevorzüglich geeignet erschien. Allein eine kaum überstandene Krank-heit brach von neuem heftig bei ihm aus, und somit mußte manvon ihm absehen. Man wählte nunmehr den Hosrath von Collen-bach, dritten Commis in der unter dem Grafen Kaunitz stehendenHof- und Staatskanzlei. Bon ihm hoffte man in Dresden, daßer nicht wegen jeder Kleinigkeit so übertriebene Schwierigkeitenmachen werde, wie der Erstgenannte, welcher selbst bekannte, daßihn der König von Preußen bei Gelegenheit der oben erwähntenTractate als einen olliennönr charaktcrisirt habe. Des Herrn vonCollenbach aber werde man sich preußisckerseits vielleicht noch alseines ganz umgänglichen Mannes von der Zeit her erinnern, daer dem bei Lebzeiten des verstorbenen Königs als Ambassadeurnach Berlin gesandten Fürsten von Lichtenstein im Jahre 1736als Secretär beigegcben gewesen und mit dein damaligen Kron-prinzen in persönlichem Verkehr gestanden habe 2).

Wenn man jedoch in Dresden erwartete, von dem Gesandtenoffene Mitthcilungen und somit eine klare Anschauung von den

>) Bericht des Grafen Flemming dom 18. Dec. 1762.

2) Desgleichen, vom 11. December 1762.

Brief des Herrn von Hertzberg an Graf Finckenstein vom ll.Febr. 1763.