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Von Dresden kis Mennsdorf.
Behauptungen Einzelner dem Lande täglich hunderttausend Thalerkosteten. Darauf hin mußte also vor allen Dingen gearbeitet,jede andere Verhandlung, wie über Handels-, Steuer- und der-gleichen Sachen, als zeitraubend angesehen werden.
Um aber diesen Hauptzweck zu erreichen, hatte man über keinanderes Gewicht, keine andere Pression zu verfügen, als die vondem kaiserlich-königlichen Hofe vergönnt werden wollte. Konnteman diesen dazu veranlassen, daß er gleich von vorn herein das An-erbieten mache, Glatz zu restitniren, daran aber die Bedingung knüpfe,daß Sachsen sofort geräumt werden müsse und daß auf alle nochnicht bezahlten Kontributionen verzichtet werde, dann, aber auchnur dann durfte man hoffen, einen nicht gar zu schlechten Friedenzu Stande kommen zu sehen.
Die gesandtschaftlichen Berichte ans Wien ließen keinenZweifel darüber, daß man dort seit der ersten Friedensanssichtmit dem Gedanken der Rückgabe von Glatz sich vertrant gemachthabe; auch hatte man dem Gesandten gegenüber die Absicht dnrch-blicken lassen, für eine derartige Rückerstattung von erobertemLande desto mehr Entschädigung für den sächsischen Hof sich ans-zubedingen. Selbst eine persönliche Aeußerung der Kaiserin gegeneinen Freund des Gesandten ließ keine andere Deutung zu, als daßder Nutzen und die Befriedigung Sachsens mit dem ganzen Ein-flüsse des Wiener Hofes unterstützt werden sollet. Und endlichhatte Graf Kaunitz die Versicherung gegeben, daß sich zwar schonin dem Lauf der Unterhandlungen zu Tage legen sollte, daß keinVortheil sei, den man nicht dem sächsischen Hofe so viel nurimmer möglich zu verschaffen und zu bedingen suchen werde,daß aber sich solches vollends gänzlich durch die Instruction be-stätigen solle, welche dem Hofrath von Collenbach mitgegeben sei,
>) Bericht des Grafen Flemming vom 15. December 1762.