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Der Hubertusburger Friede : nach archivalischen Quellen
Entstehung
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Erste Eröffnungen.

und etwas weitläuftig abgefaßt, zu dem Bedenken Veranlassunggegeben, ob sie mit zureichender Geduld dürften angehört oderdurchgelcsen werden, so ward der wesentliche Inhalt beider Schrift-stücke in eine besondere Instruction ostsusidlo niedergelegt. Manhoffte, daß nach solchen Vorlagen der. König von Preußen nichtweiter an der ernstlichen Bereitwilligkeit zum Frieden zweifeln undeine dergestalt zuverlässige Antwort ertheilen werde, die man anden Wiener Hof gelangen lassen könne; sei jedoch etwas Schrift-liches vom König nicht zu erhalte», so möge der Gesandte ver-suchen, ob ihm der König gestatte, dessen Erklärung zu Papier zubringen und ihm wieder vorznlesen, damit jede Zweideutigkeit undUngenauigkeit vermieden werde. Im Fall der Weigerung, denFrieden zu gleicher Zeit mit Sachsen und Oesterreich abznschließen,sei eine etwaige Erwähnung eines Particnlarfriedens mit Sachsennicht von der Hand zu weisen, sondern unter nochmaliger Versichernng diesseitiger Geneigtheit zur Wiederherstellung des gutenEinverständnisses rsknrenäuni zu nehmen, lieber Alles seidie genaueste Geheimhaltung erforderlich, und werde auch demenglischen und russischen Gesandten vor dm Hand keine Mittheilnngzugchcn, da man zumal von deren Mitwirkung bei des Königsvon Preußen Majestät nach den bereits gemachten Erfahrungenwenig Effect sich zu versprechen habe.

Am 29. November reiste Fritsch nach Meißen und erhielt so-fort Audienz beim Königs. Derselbe nahm das Schreiben desChurprinzen mit einiger Verwunderung entgegen und hörte denVortrag des Gesandten ziemlich geduldig an, so lange es beiEmpfehlungen blieb; als letzterer jedoch mit den Vorstellungenüber die Behandlung des Landes hervortrat, schien die Geduldabzunehmen und er ward in seiner besten Rede gestört. Nm sichwieder geduldiges Gehör zu verschaffen, erinnerte Fritsch den König

) Bericht des Geheimen Raths von Fritsch vom 1. Dccember 1762.