Erste Eröffnungen.
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die nächste Veranlassung, daß diese beiden Herren ihre früherschon mehrfach angebrachten Klagen über die traurigen Zuständein Sachsen jetzt wiederholt »nd in verstärktem Maße bei dem kaiser-lichen Hofe vorstellten, und zwar zunächst bei dem Baron VonBinder, da der Hof- und Staatskanzler Graf von Kaunitz durchlängeres Unwohlsein verhindert war, die fremden Gesandten beisich zu empfangen. Daß der Augenblick gekommen sei, ernsthaftan die Beendigung eines Kriegs zu denken, der die unverhältniß-mäßigsten Forderungen an die Staatskräfte machte, und dabeiwährend der letzten Zeit nur unglückliche Erfolge anfznweisen hatte,war in Wien bereits seit dein Abfall der russischen Allianz erwogenworden. Die Erklärungen des russischen Gesandten über die neueGestaltung der Politik seines Kaisers und über den mit demKönig von Preußen abgeschlossenen Defcnsivtractat waren demzufolgein einer Weise beantwortet worden, welche den Wunsch nach Wieder-herstellung des Friedens geradezu anSsprgch und den Abschlußeines Waffenstillstands sowie den Beginn der Negociationen vonder Vermittlung der russischen Negierung abhängen ließ. Vonletzterer blieb indeß dieser Wink unberücksichtigt y. Dazu kam,daß im Laufe des Sommers 1762 sich nicht übersehen ließ, waömau von der Pforte zu fürchten oder zu hoffen habe. Durch dieAnstrengungen des preußischen Gesandten in Konstantinopel war esbis dahin gediehen, daß in einem am 9. Juni zusammenberufenengroßen Divan die Frage zur Erörterung Vvrlag, ob ein Offensiv-bündniß mit dem König von Preußen abgeschlossen werden solle.In Wien hatte man längere Zeit hindurch nur eine Copie des-jenigen Schreibens, in welchem der preußische Gesandte auf einsolches Bündniß angetragen; cS war aber nicht möglich gewesen,authentische Nachricht von der Antwort zu erhalten, welche vonder Pforte darauf erlassen worden, und man schwebte in der Un-
) Beilage