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Der Hubertusburger Friede : nach archivalischen Quellen
Entstehung
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Einleitung.

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Friedrich Christian, der älteste Sohn des Churfürsten August III.,welcher als König von Polen während des Kriegs in Warschauresidirte. Die Regiernngsperiode dieses gcistcsträgen Fürsten unddie heillose Wirtschaft seines Günstlings Brühl ist so bekannt,daß hier eine bloße Hinweisung darauf genügt. Dagegen mußausdrücklich hcrvorgehoben werden, daß Friedrich Christian einMann von edelstem Charakter und wohlwollendstem Gemüthe war.Von der Natur stiefmütterlich bedacht, körperlich gebrechlich, ge-lähmt an den Füßen, hatte er sich von Jugend auf den Wissen-schaften und Künsten zugewandt und die Anlagen des Geistes unddes Herzens zu schönstem Gleichmaß entwickelt. Seine leider nurallzukurzc Regiernngszeit stellt ihm das würdigste Zeugniß aus.Mit seiner Gemahlin lebte er in glücklicher Ehe. Maria Antonia,älteste Tochter des Churfürsten Carl Albert von Bayern, spätemKaisers Carl VII., und einer Tochter Kaiser Josephs I., standihrem Gemähte strebsam zur Seite, und vereinte eine reichedichterische Begabung mit einem bcachtungswerthen Organisations-talent, welches sie zu bethätigen vielfache Gelegenheit fand, dawährend der Regierung ihres Gemahls ihr längere Zeit hindurchdie alleinige Disposition und Direction des gesummten Finanz-wesens übertragen war. Mit dem König Friedrich II. stand sienach Beendigung des siebenjährigen Kriegs in langjährigem Brief-wechsel

>) Maria Antonia Watpurgis, Churfürstin zu Sachsen, geb. kaiserlichePrinzessin in Bayern. Beiträge zu einer Lebensbeschreibung derselben, vonvr. Carl von Weber, Ministerialrat!), Director des Hauptstaatsarchivs zuDresden. 1857.