Druckschrift 
5 (1842)
Entstehung
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„Es ist wahr; und was nun. Wir haben Wind ge-säet, so müssen wir Sturm ernten."

„Und doch," sagte Nicot, anscheinend die Antwortüberhörend, und als sänne er bei sich,nach; „es ist seltsam,wenn man bedenkt,,daß der Schlächter eben so sterblich istals der' Geschlachtete — daß sein Leben an einem ebenso dünnen Faden hängt, — daß zwischen der Oberhautund dem Herzen nur ein so kurzer Weg ist — kurz, daßEin Stoß Frankreich befreien und die Menschheit rettenkann!"

Glyndon maß den Redenden mit einem stolzen, ver-achtenden, gleichgültigen Blick und antwortete nicht.

„Und," fuhr Nicot fort, „ich habe mich manch-mal umgesehen nach dem Mann, der zu dieser Bestim-mung geboren wäre, und so oft das geschah, führten michmeine Schritte hieher."

„Sollten sie Dich nicht vielmehr zu Marimilian No-bespierre hingcführt haben?" sagte Glyndon mit einemhöhnischen Lächeln.

„Nein," versetzte Nicot kalt, „nein; denn ich bin einVerdächtiger — ich könnte mich nicht unter sein Gefolgemischen; ich könnte mich seiner Person nicht auf hundertSchritte näherst, ohne daß man mich packte: Ihr sehdbis jetzt sicher. Hört mich!" Und seine Stimme wurdeernst und ausdrucksvoll, — „hört mich! diese That scheintgefährlich, aber sie ist es nicht. Ich bin bei Collot d'Her-bois und Billaut-Varenne gewesen; sie wollen dem seinLeben verbürgen, der den Streich führt; das Volk würde