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beim Gelage ermattet. Dieser Trübsinn war nicht vonder Art, daß man ihn mit dem sanften Namen der Me-lancholie benennen konnte — er war viel aufgeregter undheftiger, er glich eher der Verzweiflung. Oft nach einemTodesschweigen, — so tief, gedankenlos, regungslos warer — fuhr er plötzlich auf und warf scheue, hastige Blicke^ um sich — seine Glieder zitterten, seine Lippen warenblaß» seine Stirne von Schweiß bethaut, lleberzeugt, daßein geheimer" Kummer an seiner Seele nage, und seineGesundheit verzehren müsse, hatte Adela keinen heißere«und natürlicheren Wunsch, als seine Vertraute und Trö-sterin zu werden. Sie bemerkte mit dem raschen Takt de»Zartgefühls, daß er nicht leiden konnte, wenn sie vonseinen düstern Stimmungen schmerzlich berührt wurde,oder sie nur zu bemerken schien. Sie zwang sich, ihreBesorgnisse und ihre Gefühle zu unterdrücken. . Sie wollteihn nicht um sein Vertrauen bitten — sie suchte sich indasselbe zu stehlen. Allmälig fühlte sie, daß cS ihr gelang.Zu sehr versunken in sein eigenes, sonderbares Dasey»,um ei» scharfer Beobachter fremder Charaktere zu seyn,hielt Glyndon die Selbstgenügsamkeit einer großmüthigenund bescheidenen Liebe fälschlich für natürliche Scelen-stärke; und diese Eigenschaft gefiel ihm und sprach ihnan. Seelenstärke ist cs, was das kranke Gemüth vondem Vertrauten verlangt, den es zu seinem Arzte wählt,Und wie unwiderstehlich ist der Trieb sich mitzutheüeickWie oft dachte der einsame Mann bet sich selbst: ,,Meii