Druckschrift 
5 (1842)
Entstehung
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wie ei» Wolf. Und das ist noch nicht das Schlimmste.Zu solchen Zeiten sehe ich kleine Kobolde vor mir tanzen.Ach, ja! das Fasten erzeugt so viele Gespenster als einSchlachtfeld!"

Glyndon dachte, in dem Räsonnement seines Gesell-schafters sey einige gesunde Philosophie; und wirklich, jemehr er und trank, desto mehr erbleichte in seinerSeele die Erinnerung an die letzte Nacht und an Mej-nonrs Brief und Weggehen. Das Fenster war offenes wehte ein Lüftchen, die Sonne schien die ganze Na-tur war fröhlich; und so fröhlich wie die Natur selbstwurde Maestro Paolo. Er plauderte von Abenteuern, vonReisen, von Weibern, mit einem herzliche» Wohlbehagen,das ansteckend war. Aber mit noch größerem Wohlge-fallen horchte Glyndon, als Paolo mit einem schlauenLächeln ans das Lob der Augen, der Zähne, der Knöchelnund der Gestalt der reizenden Fillide überging.

Dieser Mann schien in der That die Pcrsoniffeaiiondes sinnlich thierischen Lebens. Er wäre für Faust eingefährlicherer Verführer gewesen als Mephistopheles. Nmseinen Mund schwebte kein Hohnlächeln über die Ge-nüsse, welche er mit so belebter Stimme rühmte. FürEinen, in welchem das Bcwußtsepn von der Eitelkeit desWissens erwachte, war dieß sorglos und unwissend genuß-süchtige Temperament verführerischer und verderblicher,als all die eiskalten Spöttereien eines gelehrten bösenFeindes. Als aber Paolo sich verabschiedete mit dem Ver-sprechen, am andern Tag wieder zu kommen, versetzte sich