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5 (1842)
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zu erwägen, ob kein Unterschied sey zwischen der einen Artvon Liebe und der andern. Und was war auch der großeFehler, wenn er einer Versuchung nachgegeben hatte, dienur für den Muthigen vorhanden war? Hatte nicht dasmystische Buch, das Mejnour absichtlich offen zurückgelas-sen, ihn nur ermahnt, sich vor Furcht zu hüten? War"daher nicht jede absichtliche, übelwollende Aufforderungden stärksten Trieben des menschlichen Geistes als Lockungvorgehalten in dem Verbot, das Gemach zu betretenin dem Besitz des seine Neugier erweckenden Schlüssels,in dem Buche, welches die Art und Weise anzugeben schien,wie die Neugier zu befriedigen sey? Wie diese Gedankenrasch durch seine Seele flogen, begann er Mejnours gan-zes Benehmen entweder als einen treulosen Anschlag an-zusehen, um ihm zu seinem Unglück eine Falle zu stellen,oder als den Kniff eines Betrügers, der wußte, daß erseine großen, prahlerischen Versprechungen nicht erfüllenkonnte. Wie er noch einmal die geheimnißvollen Drohun-gen und Warnungen in MejnourS Briese überltef, schie-nen sie ihm auf die Sprache der bloßen Allegorie undParabel hinauszulaufen den Zargon der Platonikerund Pythagoräer. Allmälig kam er auf die Ansicht, daßauch die Gespenster, die er gesehen, selbst jenes EinePhantom von so gräßlichem Aussehen nur Trugbilder ge-wesen, welche aufsteigen zu lassen Mejnour durch seine Wis-senschaft befähigt sey. Das kräftige Sonnenlicht, das jedenWinkel seines Zimmers erfüllte, schien die Schrecknisse dervergangenen Nacht wegzulachen. Sein Stolz und seine Er-

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