rückwendet, um wieder zu grünen, so blicken wir hinteruns cinf das Leben des Lebens, und vergessen der Jahres-zeiten, die dazwischen vorübcrzvgcn! Lag nun in Godol-phins und Constanzens Gemüth ein Vorgefühl, daß ihrjetziger Glücksznstand nicht lange mehr dauern sollte,spürten stc in der tiefen Nnhe, deren sie genossen, das Her-annahen eines Sturmes oder nicht: gewiß bleibt es, daßGodolphin und Constanze, während ihres kurzen Ver-weilens in der Abtei, weit eher als Jüngstvcrehelichle'denn als Gatten lebten, die Jahre lang an der EhestandS-kettc geschleppt hatten. Ihre abgeschlossene Einsamkeit,ihre völlige Ungestörtheit, ihr jetziges, so ganz andersals früher sich gestaltendes Leben erneuerte ihnen allejene Wonne des Mitsammenlcbens, die der ersten Jugendder Liebe eigen ist. Wohl würde dies nicht lange habendauern können, doch gestattete ihnen das Geschick denreinsten, ungetrübtesten Genuß dieses Glückes. Alles umsie her redete zu ihnen von der Zeit ihrer ersten Liebe.Sie lasen, sie wandelten, sie dachten mit einander; dieLust der Städte war berauschend für sic; die Welt außerihnen war bewegt, sie aber fühlten das nicht; die Bran-dung der großen Tiefe hallte nur in Gemurmel an ihrOhr; der Ehrgeiz Constanzens hatte sich in Schlummergelullt; Godolphins idealische Träume waren verwirklichtworden. Durch die Zeit war Beider Jugendschöne ver-wischt worden; sie aber gewahrten eö nicht, sie waren ein-ander immer noch jugendlich, immer noch schön.
Und wie innig hing Constanze an ihrem Geliebtenc
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