Druckschrift 
5 (1840)
Entstehung
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geffen! Wer auch unter den Tobten kau» jemals aufTreuehoffen, wenn Liebe zum Lebenden daS Weib zur Verräthe-rin macht?

„Holde Constanze," sagte Godolphin, indcni er dieGattin an sein Herz zog, und in dein Maße gerührt war,in welchem er alles das würdigte, was in jener ihrerAcnßernng sein Weib um seinetwillen anfgcgcbcn hatte,jenes Alles, das weit mehr noch war, als die liebenswürdigePerson, der glanzende Neichthnm und der hohe Rang, diesic ihm zngebracht hatte — „holde Constanze, denke nicht,daß ich ans so edelmüthig aber hastig gesprochenen Wor-ten Vortheil ziehen will. Es möge noch lange hin sehn,che an Mißverständnisse zwischen uns zu denken ist, Jetztlaß uns nur der Wonne unserer erneuerten Liebe, der Hei-ligkeit nnscrs neuen Bündnisses lebe», wodurch wir zwEinem Wesen gemacht worden sind. Diese mir so unge-wohnte Rastlosigkeit wird Wohl vorübcrgchcu — wartenwir ein Weilchen, Vor der Hand 'hat Sparta manch wür-digeren Sohn? Nqch dem Genüsse noch Eines Jahres,Eines Sommers von jenem häuslichen Leben, das wirnur allzu ungenützt hingleiten ließen, wollen wir sehen, obdie schroffen Wirklichkeiten des Ehrgeizes eines Nachgebensoder eines Zwistes Werth sind. Laß uns ans das Landgehen, und zwar morgen, wenn Du willst," Und alsConstanze nun antworten wollte, versiegelte er ihre Lip-pen mit einem Kusse.

Lady Erpingham aber gehörte nicht zn denen, welchein dem schwanken, was sie sür ihre Pflicht erachten, Sic