Druckschrift 
4 (1840)
Entstehung
Seite
99
Einzelbild herunterladen
 

!)g

Inzwischen war Constanze Weib genug, sich gekränktnur verletzt durch das zu fühlen, was zu verachten sie sichden Schein gab. Kein Hofamt war ihr von ihren frühe-ren strennden angeboten worden: die Vertraute Georgsdes Vierten hatte anfgehörr, die Vertrante des ?ord Grehzn sepn. Den: Zeitpunkte genaht, in welchem die Schön-heit, wenn auch noel> einnehmend, doch nicht mehr ihresZaubers gewiß in, suhlte Gräfin Crpinghan: den Verfallihres persönlichen Einflusses als eine ihr zngcsügte per-sünlikbe Beleidigung: und so gereizt, verwundet und be-unruhigt inmitten ihrer haufbahn, war Constanze mehrdenn jemals empfindlich für die absonderlichen Verdrieß-lichkeiten, die weiblicher Ehrgeiz zn gewärtigen hat: sodaß sic öfter denn zuvor sich seufzend den Erinnerungenan jene eheliche hiebe hlngab, die sic für immer verloren:n haben glaubte.

Witt den, mehr äußeren nnd wahrnehmbaren Sturmeder politischen Bedrängnisse mengte sich, wie das stetsgeschieht, ein geheimer Nnstrom mehr theoretischer nndabgeschlossener Meinungen. Während die praktischen Po-litiker ihre augenblicklichen Rollen spielten, wurden vonPlanmachern nnd Speenlanten nach allen Nichlungen heh-ren verbreitet, von denen: dieselben lieh ganz ehrlich ein-bildeten, sic würde:: zu unsterblichen Zwecken führen. Con-stanze begann, sich mit einiger Nengicrdicsen Marktlchrciernoder Weisen znzuwcnden. Die klargeistige Gräfin hörtederen Gesalbadcr an, erwog deren Deinonjtrationcn nüdsann über deren Hoffnungen nach. Allein sie hatte zu sehr