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ihrem brennenden Auge wahrzunehiucn waren. In ihrerVereinsamung und Verlassenheit lag eben so viel Erha-benes, als in dem innig gehegten nichtigen Aberglauben,der nichts Anderes als ein aus den Tiefen einer unergründ-lichen und gewaltigen Liebe hervvrgerufcner Geist war.Und fernher erscholl kein anderer Laut, als der des An-spülens dcö See's an das Ufer! und zwischen den regungs-losen Pinien drang ein Silberschiminer herüber, als derMond Heraufstieg, und in seinem Lichte der ganzen SceneLieblichkeit und Erhabenheit noch crhöhete!
Lucilla wendete sich vom Fenster weg, kniete niederund schrieb mit bebender Hand ans die Zauberfigur eineinziges Wort — den Namen „Godolphin". Dann legtesie die Zeichnung unter ihr Kopfkissen, und der Zauberwar vollendet. Der Astrolog hatte ihr freilich zur Bedin-gung gemacht, die Seele müßte bei dem Zauber Mitwirken;doch wird man sich leicht verstellen können, daß Lucilla kei-ner Anmahnnng bedurfte, um im Geiste durchaus mitderjenigen Vision beschäftigt zu seyn, die sie zu habenhoffte; und es dürfte seltsam gewesen seyn, wenn, bei ihrerInnigkeit des Denkens aü Godolphin, sich dessen Bild nichtauch ohne zanbcrartige Vorbereitung in ihre Träume ge-drängt hätte.
Ihr war im Traum als ob es Heller Mittag wäre,als säße sie allein in dein Hanse^ in welchem sie zur Zeitwohnte, und als weinte sic bitterlich. Plötzlich wird sievon der Stimme Godolphins gerufen; sie eilt von dannen,hat aber kaum die Schwelle überschritten, so verwandelt