Druckschrift 
3 (1840)
Entstehung
Seite
79
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ging ihnen dennoch etwas ab. Das Beste am Schönenist das, was dnrch kein Bild dargestellt werden kann. Wo-nach das Herz am meisten sich sehnt, vermag nimmerdnrch Worte ausgcdrückt zu werden. Redlichkeit, Vater-landsliebe, Religion — sie alle haben für das ganze Le-ben ihre Heuchler gehabt; allein die Liebe gestattet nurEine vorübergehende Verstellung.

Fünfnnddrcißigstcs Kapitel.

Godolphiu in Rom. — Heilung eines lranthaftcn Idealismus. —GodolphinS Verlegenheit in Bezug auf Lucilla — Das Zu-sammentreffcn mit einen, alten Freunde. — Das Colos-seum. — Eine Ilebcrraschnng.

Godolphin langte in Rom an; es war mit Englän-dern überfüllt. Unter ihnen befanden sich Einige, derener sich ans dem Vaterlande her mit Hochschätznng erin-nerte. Er war seiner langen Einsamkeit ein wenig über-drüssig worden, und begab sich nun mit Lebhaftigkeit in dieGesellschaft derer, die ihm den Hof machten. Noch immerwar er den Müssiggängern ein Gegenstand besondererTheilnahme, und je älter der Mensch wird, desto wenigerpflegt er der Aufmerksamkeit Anderer entbehren zu können.Es frcnete ihn, daß er noch für wichtig galt, und erschlürfte die Süßigkeiten des geselligen Umgangs gierigerals sonst in .sich. Seine Talente, die bisher in Dunkel