Druckschrift 
3 (1840)
Entstehung
Seite
97
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geben, die in ihrer Macht steht, so-so wird es zu solcherSelbstaufopferung Zeit sehn."

Die soeialen Beziehungen des Geschlechtes machen oftden Mann zum Bösewicht — oster noch zum Schwächling.

Siebcnunddreißigstes Kapitel.

Ein 2lbcnd bei Constanzen.

Constanzens Herz schwamm in ihren Augen, als siean jenem Abend Godolphin erblickte. Sic war allerdings,wie Saville bemerkt hatte, durch allgemeine Höflichkeits-sittc gezwungen gewesen, unser» Helden eiuznladen; undobwohl das Zusammentreffen einige Verlegenheit mit sichführte, wird doch gewiß Jeder voranssetzcn, daß.Constanzedabei mehr Vergnügen als Schmerz empfand. Sie wardurch Lord Erpinghams Tod tief erschüttert worden. BeideEheleute waren nicht übereinstimmenden Gemüths, alleindteVoruchmcn habe» vor Unbemittelten denVorthcil vor-aus, daß bei ihnen Mann und Weib gesonderter lebenkönnen: so daß es unter ihnen keine Veranlassung zumHasse gibt, und daß Gleichgültigkeit das kälteste Gefühlist, das zwischen ihnen anfkommen kann.

Noch in der Blüthe ihrer Jugend und tm Zenithihrer Schönheit, sah Constanze sich jetzt unabhängig.Sie wußte sich im Besitze des Reichthnms und Ranges,der ihren früheren Ansichten für unerläßlich gegolten hatte,