Druckschrift 
3 (1840)
Entstehung
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begraben gewesen, und von Lueillcns Gesellschaft nichthcrvvrgcrufcn werden waren, sahen sich jetzt beständig zuThätigkeit ermuntert und durch Lob belehnt. Nie zuvorhatte es ihm so süß geschienen, zu glänzen, denn hierinwar er früher gesättigt werden. Jetzt, »ach langer Zwi-schenpause, sprach ihn dieses Bcrgnügc» mehr als je an,denn es war ihm neu; — Eitelkeit hatte ihr spitzfindigesAuffassungsvermögen wieder erlangt. Nicht mehr warder von Tranmgebilden hingenommen. Seine Phantasiehatte er durch seine lange Einsamkeit und deren wilde Ge-nossin genährt, und da er in dem Resultate davon sichein wenig getäuscht fühlte, ward die wirkliche Welt ihmeine schönere Ansicht, als sie es ihm geschienen hatte, wäh-rend die Welt der Einbildung ihm bevölkert war. Nichtssichert so sehr die Gesundheit des Geistes, als wenn mandessen Lieblingsschwäche ihrer eigenen Heilung übcrläffct.So bemerkt Goethe in seinem Werke „Ans meinem Le-ben," wenn er von Wcrther spricht: „Die Abfassung jenesüberspannten Werkes siwcrte mein Gcmüth gegen Ueber-spannung."

Gvdolphin dachte oft an Lneilla, allein mit dieserseiner zarten Erinnerung vereinte sich, wenn anders daswahre Gefühl seines Herzens jemals ihm selber kundward, eine gewisse peinliche und demüthigcnde Regung.Mit Lucilla hatte er allerdings ein romantisches, aber auchetwas verweichlichtes Leben geführt, und er kam sich jetzt,umwogt von der munteren und erfrischenden Strömungder Welt, in seiner Romantik etwas albern vor. Er hegte