Druckschrift 
3 (1840)
Entstehung
Seite
18
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Mehr als ein Monat war seit des Astrologen Hin-scheiden verstrichen, nnd da die Jahreszeit der „Malaria"heranrückie, dachte Godolphin ans einen Rückzug nachNeapel. Zwei Tage vor seiner,Abreise schleuderte er derehemaligen Wohnung Vvllmans zu, um Abschied vonLucilla zu nehmen, und diese nochmals ihren Verwandtenzu empfehlen.

Ein blitzend blickendes, rohes Angesicht schaute, bevordem Fremden geöffnet ward, durch das Eisengitter desEinganges, nnd als Godolphin die Treppe Hinanstieg,hörte er laut zankende Stimmen, nnier denen die lindennnd silbernen Töne Lneillcns in Aenßernngcn von Un-willen nnd Verachtung hcrvvrgnollen.

Als Godolphin in das Zimmer trat, fand er Lncillaerglühend von Zorn; die Adern ihrer milden Siirn warengeschwollen; ein schöner Ausdruck der Verachtung lag ansihrer kurzen Lippe, Sie stand in einiger Entfernung vonde» sitzenden Bewohnern des Gemaches; hoch anfgerichtetnnd stattlich stand sie da in ihrem Zorne, die Arme überihrer Brust gekreuzt, nnd diese scheinbar ruhige Stellunggab einen auffallenden Gegensatz zu dem Feuer, der Ener-gie und der Beweglichkeit ihrer Mienen ab,

Das Cvnclave verstummte plötzlich bei des Englän-ders Eintreten, Ohm nnd Muhme (letztere schien die Lau-teste gewesen zu sehn,) senkten sich zu sich entschuldigenderEhrerbietung gegen den reichen (den in ihren Augenreichen,) jungen Fremden herab, nnd Lucilla sank aufeinen Stuhl, bedeckte ihr Gesicht mit ihre» hübschen