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Händchen, nnd brach — beschämt über die von ihr ge-zeigte Wallung — in Thränen aus.
„Was gibt cs denn hier?" fragte Godolphin bemit-leidend.
Die Italiener eilten ihm Bescheid zu geben. Lucilla,hieß cs, hatte sich beikommen lassen, jeden Abend sichaus dem Hanse zu entfernen: Abends vorher war sie aufdem Eorso, einer von jungen, muffig herumschleuderndenAusschweiflingen wimmelnden Gasse, gesehen worden.Sie, die Bcrwaudteu, hatten doch „das liebe Kind" we-gen solcher Unbesonnenheit schelten müssen — denn, wiegleichgültig die Italiener auch gegen den Wandel derVerehelichten sehn mögen, sind sic im Allgemeinen dochstreng gegen den der Unvcrmählten — nnd nun hatte „dieTrotzige" erklärt, sie würde ihre Gänge nicht unterlassen.
„Ist dem so, liebe Schülerin?" fragte Godolphin dasMädchen: diese aber schluchzte fort nnd antwortete nicht.
„Ueberlaßt es mir sie zu schelten und zn ermahnen,"sagte er zn Oheim nnd Muhme, die, dem Anscheine nach,das Ungeziemende nicht fühlten, das in einer Ermahnungliegen mußte, die ein Mann von sechsundzwanzig Jahreneinem fünfzehnjährigen Mädchen geben wollte, ein Babelvon Aussöhnung plapperten nnd dann znm Zimmer hin-ansgingen.
Wie jnng Godolphin auch seyn mogte, war er dochseinem so eben übernommenen Amte gewachsen. Bielruhige Würde gesellte sich zn seinem freundlichen Wesen;und seine Hinneigung zu Lucilla war bisher so rein ge-