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wie Fremde — denn inehr waren die Verwandten ihreigentlich nicht— sich darin niedcrließen, das Unterstegleichsam nach oben kehrten, ja mit Scherz darwn spra-chen, wie dieses oder jenes kleine, ihr durch tausend Er-innerungen so lieb gewordene Gerärh ocrkanst werden sollte— als sie sich wie ein cinsältiges Kind, ja wie eine Un-tergebene behandelt sah als sie hören mußte, wie ihrennbedentendsten Handlungen gemißbilllgt wurden — alsAlltagomcnschcn sich über sie eine Herrschaft anmaßenund in einem Hanse regieren wollten, das die Wohnungeines so edlen, kühnen, wenn auch irrenden Denkers gewe-sen war, dessen trefflicher Charakter ihr von jeher dieinnigste Verehrung cingcstößt hatte — da brach ihr Un-wille laut und heftig ans! Ihr blitzendes Auge, ihregeringaehtcnde Geberde, ihre mystischen Drohungen undihr offener Trotz gereichten den apathctischcn und aber-gläubischen Italienern jederzeit znm Erstaunen, bisweilenzur Belustigung, am öftesten aber znm Schreckein
Godolphin, erfüllt oon Theilnahme und Mitleid fürdie Tochter seines Freundes, sprach nach dein Leichenbe-gängnisse bei den Verwandten Lucillas ein, und empfahlunter Geschenken und Versprechungen das trostlose Mäd-chen der Zärtlichkeit und Fürsorge des Oheims und derMuhme. Ein Italiener perspricht Alles, pcrdingi sich zuAlleni, und so erkaufte denn Godolphin wirklich Nachsichtgegen Lucillas Wunderlichkeit, wie man des MädchensWesen nannte; eine Nachsicht, die ihr außerdem gewißnicht ;n Theil geworden scp» würde.