bot dem Mädchen seine Begleitung an. Cie ginge» undritten mitsammen spazieren, und Abends lehnte der Jüng-ling hinter Constanzeiss Stuhl, und hörte ihrem Gesängezu; denn obwohl sie, wie ich bereits erinnerte, keine aus-gezeichnete Pianistin oder Harfenistin war, halte doch ihreStimme einen ganz eigenthümlichen Wohllaut und Reiz.
Lady Erpingham sah mit geheimer Freude das, wassie für eine wachsende Zuneigung hielt. Sie liebte Con-stanze um deren selbst, und Gvdolphin um seines VatersAndenken willen. Ost dachte sie, was für ein so allerlieb-stes — hübsches— talentvolles Paar beide abgebcn wür-den, und wisperte Klugheit ihr des Jünglings Armnthins Ohr, so fiel der freundlichen Gräfin ein, wie sie vonihrem reichen Wittwcncinkommcn längst eine Summe er-spart hatte, die sie Constanzen zur Morgengabe bestimmte,und die sie, wenn Gvdolphin der Bräutigam wäre, mitzehnfach größerem Bergnügen hergebcn würde. Zu jenem.Vermögen, mit welchem beide wenigstens unabhängigwürden leben können, rechnete sie in Vvllhcrzigcr Einbil-dung die Bedeutendheit, zu der Godvlphin sich endlichdurch seine Talente würde erheben müssen, und glaubte,ihrer aristokratischen Schätzung nach, die geeignete Sphärefür jene Talente hätte sich in dem Wirkungskreise der Ge-setzgebung zu finden. Sie ließ sich weder durch Winknoch durch Wort hierüber etwas gegen Constanze merken,stellte es jedoch der Natur, der Jugend und dem geselligenklmgäng anheim, ihre Gewalten zu üben.
Und die Gefühle Godolphin's für Constanze Vernon